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Gehörschutz

Der Hauptgrund für die Schädigung des Gehörs im Betriebsalltag ist ein zu hoher Schallpegel, der zum Beispiel beim Arbeiten neben großen Maschinen entsteht. Um Lärmschwerhörigkeit bei den Mitarbeitern zu vermeiden, muss die Geräuscheinwirkung mit Schutzprodukten, wie Kapselgehörschützer, Bügelstöpsel oder Einwegstöpsel, gedämmt werden.

Gehörschutz am Arbeitsplatz

Bei langfristiger Einwirkung hoher Schallintensität entsteht Lärmschwerhörigkeit. Die berufsbedingte Lärmschwerhörigkeit in Industrie und Gewerbe nimmt ständig zu.
In einer Umgebung mit hohem Schallpegel, wie in der Nähe von lauten Maschinen (Flughafen, Straßenbau, Industriemaschinen, etc.) ist das Tragen eines Gehörschutzes am Arbeitsplatz seit Februar 2006 ab 85 dB(A) laut EG-Richtlinie vorgeschrieben:

  1. Ab einer Laustärke von 80dB(A) muss Gehörschutz zur Verfügung stehen und dem Mitarbeiter angeboten werden.
  2. Ab einer Lautstärke von 85dB(A) ist der Betrieb verpflichtet dafür zu sorgen, dass die im Lärmbereich beschäftigten Mitarbeiter Gehörschutz tragen.

Die Dämmung eines Gehörschutzes liegt maximal bei etwa 25-40 dB. Letztendlich ist sie jedoch stark abhängig von der Lärmfrequenz, dem Material des Gehörschutzes und der Gehörorgan-Anatomie des Benutzers.
 

Kapsel-Gehörschutz für eine hohe Schallschutzwirkung am Arbeitsplatz.

Kapsel-Gehörschützer decken die Ohren komplett ab und ermöglichen einen hohen Grad an Lärmdämmung.
Bei Kapselgehörschützern handelt es sich um geschlossene kopfhörerähnliche, ohrumschließende Kapseln. Das Ohr wird bei einem derartigen Kapselgehörschützer komplett von einer Hartkunststoffschale umschlossen, die an der Berührungsstelle gepolstert und mit schalldämmendem und polsterndem Schaumstoff ausgekleidet ist.

Kapselgehörschützer gibt mit Kopfbügel, Nackenbügel oder Universalbügel. Sie können leicht und jederzeit angelegt und wieder abgenommen werden. Dieser Kapselgehörschutz kann oft auch in Helmen integriert sein oder mit Kommunikationsmodulen ausgestattet werden.
 

Ohrstöpsel, Gehörschutzstöpsel für den leichten Lärmschutz am Arbeitsplatz.

Gehörschutzstöpsel werden auch als Ohrstöpsel bezeichnet. Umgangssprachlich werden sie oft einfach mit dem Herstellernamen des weit verbreiteten Produkts "Ohropax" bezeichnet. Gehörschutzstöpsel schützen gut bei niedriger bis mittlerer Lärmbelastung.

Ohrenschutzstöpsel bestehen meist aus weichem Kunststoff oder werden aus Wachs hergestellt. Sie sind fertig geformt und müssen nur in den Gehörgang eingeführt werden. Je nach Größe und Form des Gehörganges können softe Kunststoffstöpsel jedoch unbequem sein oder ungenügende Lärmdämmung bewirken.
Ohrstöpsel können mit einem Trageband verbunden werden oder bereits mit einem Kunststoffbügel (Bügelstöpsel) hergestellt sein. Durch den Bügel, der im Nacken, unter dem Kinn oder über dem Kopf getragen werden kann, entsteht nur ein geringes Druckgefühl im Gehörgang und der Gehörschutz kann leicht eingesetzt werden. Bügelstöpsel werden ähnlich wie Kapselgehörschützer verwendet.
Diese Ausführungen der Gehörschutzstöpsel sind vergleichsweise kostengünstig und deshalb für den unregelmäßigen Gebrauch gut geeignet. Sie sind jedoch nicht sehr langlebig: speziell die Ausführungen aus Schaumstoff und Wachs sind rasch verunreinigt und sollten somit nicht lange benutzt werden. Des Weiteren verliert der Schaumstoff seine Fähigkeit, sich nach dem Zusammenquetschen wieder ausreichend auszudehnen, um den Gehörgang abzudichten.
Deshalb sind Ohrstöpsel meist als Einwegstöpsel ausgelegt.

Um höhere Dämmwerte zu erreichen, kann ein im Ohr getragener Gehörschutz (Ohrstöpsel) mit einem Kapselgehörschutz kombiniert werden.