Trassenwarnbänder

Trassenwarnbänder werden im Erdreich über eine Versorgungsleitung verlegt, um Rohre, Kabel, und Leitungen bei Erdarbeiten vor Beschädigungen durch den Bagger zu schützen. Trassenwarnbänder erhalten Sie nach FTZ-Norm 548464 TV1 und DIN EN 12613. Ortungsbänder sind detektierbare Trassenbänder mit eingearbeiteten Edelstahldrähten, die mit einem Ortungsgerät gefunden werden können. Mehr…
 

Funktion von Trassenwarnbändern

Trassenwarnbänder schützen im Erdreich verlegte Kabel und Leitungen vor Beschädigungen bei Baggerarbeiten. Sie warnen den Baggerführer bei Aufgrabungsarbeiten frühzeitig vor verlegten Versorgungsleitungen. Bei der Erfassung mit der Baggerschaufel wird das Band stark gedehnt und vor dem Zerreißen über die Erdoberfläche gehoben und für den Baggerführer sichtbar.

Trassenwarnband verlegen

Das Trassenband wird im Erdreich ca. 30 bis 40 cm oberhalb der Versorgungsleitung ausgelegt.

Vorschriften und Pflichten für Trassenwarnbänder

In Deutschland müssen erdverlegte Kabel und Leitungen genau katalogisiert werden. Vor Baggerarbeiten ist grundsätzlich eine Leitungsauskunft einzuholen. Die Mitverlegung von Trassenbändern bei der Installation von Erdkabeln und -leitungen ist vorgeschrieben.

Die technischen Anforderungen an Trassenbänder ergeben sich im Wesentlichen aus folgenden Normen:

FTZ 548 464 TV 1

Die FTZ-Norm legt grundlegende Eigenschaften für Trassenbänder fest:

  • Material: Polyethylen (PE) Verbundfolie
  • dauerhafte Lesbarkeit der Beschriftung, sichergestellt durch eine transparente Folienbeschichtung über dem Druck
  • Breite: 40 mm ± 1 mm
  • Rollenlänge: 250 m oder 500 m
  • Reißfestigkeit: ≥ 2000 N/cm²
  • Reißdehnung ≥ 350 %
  • alterungs- und kältebeständig, farbecht, chemikalienbeständig

DIN EN 12613

Die DIN EN 12613 ist eine Weiterentwicklung der FTZ 548 464 TV 1. Durch neue Technik und erhöhte Hubgeschwindigkeiten der Bagger war eine Anpassung der Reiß- und Dehnfähigkeit erforderlich. Die Norm schreibt vor, dass die Bänder nach Abriss über eine Länge von mind. 20 cm zum einen aus der Baggerschaufel und zum anderen aus dem Graben (Boden) ragen müssen. Trassenbänder nach DIN EN 12613 enthalten eingearbeitete Verstärkungsstreifen mit Sollbruchstellen. Diese garantieren, dass das Band exakt an dieser Stelle reißt. Die vorgeschriebene Mindestbreite beträgt 50 mm.

individuelles Trassenwarnband

Wir unterbreiten Ihnen gern ein Angebot für ein individuelles Trassenband z.B. mit Ihrem Firmenaufdruck. Bitte Fragen Sie Ihren Kundenberater.

Ortungsbänder

Ortungsbänder sind Trassenwarnbänder mit eingelegten metallischen Leitern, die mit handelüblichen Ortungsgeräten detektiert werden können. Detektierbare Trassenbänder helfen bei der Lokalisierung metallfreier Kabel und Rohrleitungen, zeigen deren Lage und Tiefe an und identifizieren das Kabel oder die Rohrleitung. 

Die Edelstahldrähte sind im Kunststoff des Ortungsbandes sinusförmig eingelegt. Dadurch kann sich das Ortungsband aus PE bis zu 30% dehnen, ohne dass bei Erdbewegungen oder Erdsenkungen ein Abriss des Bandes erfolgt.

In der DIN 54841-3 sind Anforderungen an detektierbare Trassenbänder festgelegt. Unter anderem auch eine Breite von mindestens 50 mm. In der Praxis haben sich jedoch die 40 mm breiten Ortungsbänder durchgesetzt. 

nach Oben