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Leitkegel, Pylonen

Leitkegel werden auch als Pylonen, Verkehrsleitkegel, Hütchen, Warnkegel bezeichnet und sind eine einfache Methode um Hindernisse zu kennzeichnen oder Verkehrsteilnehmer an kurzfristigen Gefahrenstellen vorbeizuleiten. Dafür bieten wir BAST-geprüfte Leitkegel in retroreflektierender Ausführung an (gemäß RSA zulässig). Für die Aufstellung von Pylonen im betrieblichen und privaten Bereich eignen sich auch tagesleuchtende oder teilreflektierende Kegel. Zur Verbindung mehrerer Leitkegel mittels Absperrband ist der Leitkegelaufsatz Skipper optimal.

Leitkegel, Pylonen, Verkehrsleitkegel

Leitkegel bzw. Pylonen werden aufgrund ihrer kegelförmigen Form mit Fußplatte ganz allgemein als Hütchen bezeichnet. Daher stammen auch Begriffe wie Verkehrshütchen, Begrenzungshütchen, Lübecker Hütchen oder Lübecker Hut. Auch Begriffe wie Pilonen, Verkehrsleitkegel, Warnkegel oder Markierungskegel sind gebräuchlich. In Österreich sind sie auch als Hutterl bekannt, dagegen werden sie in der Schweiz Verkehrstöggel genannt.

Als Leitkegel oder Pylonen wird ein Verkehrszeichen bzw. eine mobile Absperrung bezeichnet, welche vorrangig zur kurzfristigen Absicherung von Gefahrenstellen oder Einsatzstellen im öffentlichen Straßenverkehr dient. Außerdem werden Leitkegel zur optischen Führung der Verkehrsteilnehmer eingesetzt um sie an Gefahrenstellen, Baustellen und anderen kurzzeitigen Hindernissen vorbei zu leiten.

Pylonen teilreflektierendPylonen tagelsleuchtend mit Blitzleuchte

Die Besatzung von Fahrzeugen, die im Pannenhilfsdienst, bei Bergungsarbeiten und bei der Vorbereitung von Abschleppmaßnahmen eingesetzt wird, darf bei Gefahr im Verzug zur Eigensicherung, zur Absicherung des havarierten Fahrzeugs und zur Sicherung des übrigen Verkehrs an der Pannenstelle Verkehrszeichen 610 = Leitkegel aufstellen.

Oftmals sieht man auch den Einsatz von Verkehrsleitkegeln bei Straßenmarkierungsarbeiten. Um ein Überfahren der frischen Markierungslinien zu verhindern werden diese mit Leitkegeln gekennzeichnet und abgesperrt.

Im gewerblichen Bereich grenzt man mit Markierungskegeln und Pylonen Arbeitsbereiche und Wege ab und verwendet sie als Warnkegel zur Markierung von Hindernissen und Gefahrenstellen.

Bei Wartungs- und Reparaturarbeiten lassen sich Lager- und Produktionsbereiche oder innerbetriebliche Verkehrswege wirkungsvoll mit Leitkegeln umleiten.

Neben der Verwendung in Betrieben und im Straßenverkehr werden Pylone auch im Sport- und Freizeitbereich zu vielfältigen Zwecken genutzt, z.B. auf dem Verkehrsübungsplatz kann mit individuell aufgestellten Leitkegeln die Fahrtrichtung bestimmt und beeinflusst werden.

Erfindung des Verkehrsleitkegels – das Lübecker Hütchen oder der Lübecker Hut

Bis 1952 wurden für die Fahrbahnabsperrung rot-weiß gestrichene Ölfässer verwendet, die mit einem Stein beschwert wurden. Dann passierte ein Unglück: Ein Auto fuhr gegen ein solches Absperr-Fass an einer Fahrbahneinengung, der Stein flog durch die Frontscheibe und tötete den Fahrer durch die Wucht des Aufpralls. Ein Lübecker Kaufmann, der Zeuge des Unfalls wurde, tüftelte in seiner Werkstatt und erfand dabei den Verkehrsleitkegel. Ewald Kongsbak, der Kaufmann fertigte seinen ersten Leitkegel aus einem Metallkegel, der mit Gummistreifen bedeckt war. Die Schnittkanten wurden vulkanisiert und ein Metallring sorgte für einen sicheren Stand – damit war das „Lübecker Hütchen“ geboren. Aber in Amerika gab es bereits ein ähnliches Produkt. Deshalb erhielt der Lübecker Kaufmann kein Patent auf seine Erfindung sondern nur ein "Bundesgebrauchsmusterschutz".

Material und Farbgebung von Pylonen und Leitkegeln

Leitkegel werden inzwischen weltweit eingesetzt. Wegen der verschiedenen Normen und Standards besitzen sie oftmals unterschiedliche Formen und Farben.

Bei der Herstellung kommen verschiedene Kunststoffe zum Einsatz, wie PVC, PE, Thermoplaste oder auch Gummi.

Generell bestehen Pylonen jedoch aus einer stabilen Fußplatte und einem kegelartig geformten Körper. Die Fußplatte ist in der Regel deutlich breiter und schwerer als der Kegelkörper. Auf diese Weise erhalten die Pylonen einen tieferen Schwerpunkt. Die Gefahr, dass der Leitkegel kippt oder verrutscht, wird damit reduziert.

Die Oberfläche des Leitkegels besitzt eine Warnfarbe - in den meisten Fällen rot oder leuchtorange. Der Leitkegel - Körper kann zur Erzeugung eines Kontrastes zusätzlich mit einem oder mehreren Streifen versehen sein.

Für den Einsatz gemäß StVO in Deutschland besteht ein Leitkegel aus drei roten und zwei weißen Ringen. Um die Nachtsichtbarkeit zu verbessern, können die Streifen retroreflektierend ausgeführt sein.

Größe und Gewicht der Leitkegel sind von ihrem Anwendungszweck abhängig. So kommen auf Autobahnen und Schnellstraßen Leitkegel mit einer Höhe von 75 cm zur Anwendung, auf allen übrigen Straßen werden Leitkegel mit 30 und 50 cm Höhe eingesetzt. Auf Straßen im Schienenbereich müssen dagegen 100 cm hohe Pylonen verwendet werden.

Leitkegel sind durch ihr geringes Gewicht leicht zu transportieren. Durch ihre Hohlkegelform lassen sie sich platzsparend stapeln, lagern und auch in Einsatzfahrzeugen mitführen.

Es gibt einteilige und zweiteilige Pylone. Bei einteiligen Leitkegeln bestehen Kegel und Fußplatte aus einem Werkstoff und sind nicht trennbar. Vorteil ist, dass kein separater Zusammenbau erforderlich ist.

Bei zweiteiligen Leitkegeln besteht die Fußplatte aus einem anderen Material wie der Kegelkörper, meist aus Gummi oder Recyclingmaterial. So kann der besonders beanspruchte Fuß des Kegels möglichst strapazierfähig ausgeführt werden. Auch ein Austausch beschädigter Fußplatten ist möglich.

Sowohl einteilige als auch zweiteilige Leitkegel gibt es in TL- und BASt- geprüfter Ausführung.

Da der Platzbedarf von nicht verwendeten Leitkegeln gerade in Einsatzfahrzeugen eine große Rolle spielt, werden für diesen Zweck auch faltbare Leitkegel hergestellt, die einzeln zusammengefaltet einen noch geringeren Platz einnehmen.

Ein entscheidender Vorteil für die Sicherheit im Straßenverkehr und im gewerblichen Bereich ergibt sich aus der weitgehenden Ungefährlichkeit von Leitkegeln im Kollisionsfall. Pylonen können fast gefahrlos überfahren werden. Durch ihren tiefen Schwerpunkt wird der Leitkegel beim Zusammenprall nicht weggeschleudert und kann somit keine Schäden in Form eines Geschosses verursachen. Das Kunststoffmaterial gibt beim Anfahren nach ohne größere Schäden am Fahrzeug bzw. Personenschäden zu hinterlassen.

Leitkegel und Pylonen im öffentlichen Straßenverkehr - Verkehrsleitkegel

Der Begriff „Leitkegel“ wurde in der deutschen Straßenverkehrsordnung festgelegt. Dort gehört er als Zeichen 610 gemäß §43 zu den Verkehrseinrichtungen.

In der Schweiz und in Österreich wird der Begriff dagegen nicht eigens in der Straßenverkehrsordnung aufgeführt.

In der StVO in Anlage 4 zu § 43 Absatz 3, Abschnitt 1 - Einrichtungen zur Kennzeichnung von Arbeits- und Unfallstellen oder sonstigen vorübergehenden Hindernissen - werden so genannte Verkehrseinrichtungen näher spezifiziert. Dazu gehört auch der „Leitkegel“ als Verkehrszeichen 610. Die Gestaltung der Leitkegel ist durch das Bundesministerium für Verkehr festgelegt.

Die Richtlinie zur Sicherung von Arbeitsstellen im Straßenverkehr (RSA) gibt vor, dass nur vollretroreflektierende Pylonen für Absperrungen im öffentlichen Straßenverkehr verwendet werden dürfen, jedoch werden dabei Pylonen mit einer Höhe kleiner als 50 cm ausgenommen.

Ein Leitkegel im Sinne der StVO, egal in welcher Größe, sollte stets aus drei roten und zwei weißen Ringen bestehen.

Für den Einsatz im Geltungsbereich der StVO und der RSA muss die gesamte Oberfläche des Verkehrsleitkegels voll reflektierend sein, d. h. es dürfen nur Pylonen zum Einsatz kommen, bei denen beide Farben retroreflektierend ausgeführt sind.

Die preiswerten, fluoreszierenden (tagesleuchtenden) Leitkegel, verfügen zwar über eine bessere Tagessichtbarkeit, entsprechen aber vor allem bei Dunkelheit nicht dem Verkehrszeichenbild 610. Dies trifft auch auf teilreflektierende Leitkegel zu, bei denen nur die weißen Ringe reflektieren.

Die Farbe der Fußplatte ist in der RSA nicht beschrieben und kann somit von der Farbe des Leitkegel-Körpers abweichen.

Regeleinsatzbereiche für Leitkegel verschiedener Größen nach RSA

  • 30 cm nur für Markierungsarbeiten bei Tageslicht außerhalb von Autobahnen
  • 50 cm alle Straßen außer Autobahnen
  • 75 cm Autobahnen
  • 100 cm innerörtliche Straßen im Schienenbereich

Da größere Verkehrsleitkegel immer abwärts kompatibel einsetzbar sind, können z.B. die 75 cm- Leitkegel auch problemlos auf allen öffentlichen Straßen außerhalb von Autobahnen eingesetzt werden.

Leitkegel, Pylonen bei Markierungsarbeiten

Eine Sonderstellung besitzen Leitkegel und Pylonen mit 30 bis 32 cm Bauhöhe. Im Sinne der RSA sind diese Leitkegel nur bei Markierungsarbeiten außerhalb von Autobahnen und nur bei Tageslicht einzusetzen.

Der Vorteil dieser Pylonen besteht darin, dass durch die geringe Bauhöhe ausladende Fahrzeuge mit der Front oder dem Heck über die Pylonen hinweg schwenken können ohne den Kegel umzuwerfen. Busse oder Müllfahrzeuge haben gerade in abgesperrten engen Verkehrsschneisen das Problem, dass sie zwar innerhalb der Absperrung fahren können ohne die Leitkegel zu überfahren, jedoch beim Richtungswechsel schwenken diese Fahrzeuge zu weit aus. Dabei würden große Kegel einfach umgerissen.

Einen weiteren Vorteil bietet die höhere Transportkapazität von kleinen Leitkegeln auf den Markierungsfahrzeugen.

Bei der Richtlinie, die 30 cm Leitkegel nur bei Tageslicht einzusetzen, wird davon ausgegangen, dass Markierungsarbeiten gewöhnlich nicht bei Dunkelheit ausgeführt werden, so dass die retroreflektierende Funktion nicht notwendig ist. Sollten die Markierungsarbeiten jedoch bis in die Nachtstunden fortdauern, wären retroreflektierende Leitkegel erforderlich.

Deshalb ist es für bestimmte Markierungsarbeiten ratsam, immer die voll retroreflektierende Leitkegel mit mindestens 50 cm Bauhöhe einzusetzen. Damit lassen sich in jedem Fall die Anforderungen von StVO und VwV-StVO fachgerecht umgesetzt.

Pylonen und Leitkegel BASt geprüft – TL-Leitkegel

Pylonen TL-LeitkegelPylonen BASt geprüft

 

Leitkegel, die im öffentlichen Verkehr eingesetzt werden, müssen in Deutschland nicht nur der Straßenverkehrsordnung (StVO) genügen, sondern auch die Technischen Lieferbedingungen für Leitkegel (TL-Leitkegel) erfüllen.

Diese Pylonen und Leitkegel werden auf ihre Eignung und Verkehrstauglichkeit geprüft durch die Güteschutzgemeinschaft Verkehrszeichen und Verkehrseinrichtungen unter Beteiligung der BASt (Bundesanstalt für Verkehrswesen). Sie müssen den jeweils gültigen Normen und Richtlinien entsprechen sowie den nationalen bzw. europäischen Vorgaben.

Die Bundesanstalt für Verkehrswesen (BASt) führt eine Freigabeliste, welche alle eignungsgeprüften Leitkegel enthält. Diese Leitkegel genügen den Anforderungen der "Zusätzlichen Technischen Vertragsbedingungen und Richtlinien für Markierungen auf Straßen (ZTV M 13)" und die der "Technischen Lieferbedingungen für Leitkegel". Diese Leitkegel und Pylonen erhalten durch die BASt eine Prüfnummer, mit welcher sie als „BASt-geprüft“ gekennzeichnet werden dürfen. »» Verkehrsleitkegel BASt geprüft

Folgende Bedingungen müssen Leitkegel erfüllen, um sich einer Prüfung der BASt für den Einsatz im öffentlichen Straßenverkehr unterziehen zu können:

  • Farbe: rot / weiß
  • Ausführung: vollreflektierend
  • Gewichtsklasse: 2 oder 3 der Technischen Lieferbedingungen
  • Größe: 50 / 75 oder 100 cm
  • Entspricht allen Zulassungsvorgaben der StVO

Gewichtsklassen der Leitkegel nach den Technischen Lieferbedingungen

Die Klassenangabe ist ausschlaggebend für das Gewicht. Die Gewichtsklasse beschreibt die Standfestigkeit des Leitkegels durch sein Eigengewicht. Je höher das Eigengewicht, desto besser bleibt der Leitkegel auch bei starkem Wind sicher an seinem Platz. (Klasse 3 = höhere Standfestigkeit bei Wind als Klasse 2)
Grundsätzlich stehen Leitkegel der Klasse 3 stabiler. Als Nachteil wird jedoch durch das höhere Gewicht auch das Handling erschwert.
Eine Zuordnung der Gewichtsklassen nach Straßennetz gibt es nicht.
Die geforderten Gewichtsklassen sind abhängig von den Länderbeschlüssen. Während in Sachsen auf Autobahnen 750er TL Leitkegel mit Folie Typ2 in Gewichtsklasse 3 gefordert werden, ist in Bayern die Gewichtsklasse 2 möglich.

Als Mindestforderung für die TL und die BAST Prüfung der Pylonen gelten folgende Werte:

Leitkegel Höhe Klasse II Mindestgewicht Klasse III Mindestgewicht
300 mm
500 mm
750 mm
1000 mm
0,8 kg
1,9 kg
4,0 kg
6,0 kg
0,8 kg
2,5 kg
5,0 kg
7,5 kg

Blitzleuchten und Blinkleuchten auf Leitkegeln und Pylonen

LED-Blitzleuchte 360 Grad mit Leitkegel-Adapter

Pylone mit LED Blitzleuchte 360 GradLeitkegel mit Blitzleuchte BASt geprüft

 

Der Leitkegel soll als Gebotszeichen und als Verbotszeichen das Befahren einer Gefahrenstelle verhindern und den Verkehr daran vorbeileiten. Zur Erhöhung der Wahrnehmung kann der Leitkegel mit einem gelben oder einem roten Blinklicht ausgestattet sein.

Grundsätzlich bieten Leitkegel mit aufgesetzten Blitzleuchten eine sehr gute Warnwirkung. Entsprechend sind diese speziellen Einrichtungen vor allem zur Absicherung von Tagesbaustellen sehr beliebt.

Der Markt bietet eine Vielzahl an Lösungen an, die in gewerblichen nichtöffentlichen Bereichen ihre Berechtigung haben. Für den Einsatz im öffentlichen Verkehrsraum gelten jedoch auch bei den Blitzleuchten und Blinkleuchten die Vorgaben der RSA sowie der StVO.

So ist blitzendes Licht nur auf den 75 cm und 100 cm Leitkegeln vorgesehen, auf 50 cm Pylonen hingegen nicht. Im Sinne der passiven Sicherheit ist es zudem erforderlich, dass die Leuchten fest mit dem Leitkegel verbunden sind. Daher ist von Einsatz sogenannter Schnellhalterungen abzuraten, mit denen die Leuchten lediglich an die Kegel angehangen werden.

Entsprechend ist es ratsam nur solche Produkte zu verwenden, bei denen die Leuchte fest mit dem Leitkegel verbunden ist und sich die Batterien fest im Inneren des Gerätes befinden.

Auch für Leuchten wird empfohlen, im öffentlichen Straßenverkehr nur BASt-geprüfte Blitzleuchten und Blinkleuchten zu verwenden.»» Leitkegel mit Blitzleuchte BASt geprüft

Pylonen und Leitkegel für die Absicherung im Betrieb

Grundsätzlich können Pylonen in vier verschiedenen Größen von 30 cm über 50, 75 cm bis 100 cm erworben werden. Außerdem bietet wir Ihnen in unserem Onlineshop unterschiedlichen Varianten der Ausführung: vollretroreflektierend, teilreflektierend und tagesleuchtend.

Tagesleuchtende oder teilreflektierende Leitkegel sind flexibel und schnell einsatzbereit für Baustellen und zur Verkehrsführung auf dem Betriebsgelände.

Leitkegel, die in gewerblichen Bereichen eingesetzt werden, in denen nicht die Straßenverkehrsordnung gilt, unterliegen keinen gesetzlichen Anforderungen. Das kann auch vorteilhaft sein, wenn z.B. Pylonen zum Einsatz kommen sollen, die eine abweichende Farbgebung besitzen, z.B. orangene Pylonen oder Leitkegel mit nur einem weißen Streifen. Ein wichtiges Unterscheidungskriterium neben der Größe und Farbgebung ist die Festlegung auf tagesleuchtende oder reflektierende Leitkegel:

  • tagesleuchtende Leitkegel (auch fluoreszierend genannt) eignen sich für den reinen Tageseinsatz. Sie sind bei Tageslicht besser wahrnehmbar als reflektierende Pylonen und auf Grund der Materialbeschaffenheit auch preisgünstiger.
  • vollreflektierende Leitkegel eignen sich für den 24-Stunden-Einsatz, also auch während der Dunkelheit

Leitkegel, Pylone, Verkehrshütchen

Leitkegel oder Pylone sind kegelförmige Hütchen mit einer auffälligen Farbgebung, die meist aus Kunststoff gefertigt werden. Unter Fachleuten sind sie sind auch als Verkehrsleitkegel, Verkehrshütchen oder Warnkegel bekannt.

Leitkegel werden weltweit im Straßenverkehr eingesetzt. Sie  besitzen jedoch  aufgrund der verschiedenen Normen und Standards eine unterschiedliche Form- und Farbgebung.

Der Begriff „Leitkegel“ wurde durch die deutsche Straßenverkehrsordnung festgelegt. Das  Zeichen 610 gehört gemäß § 43 StVO  Anlage 4 zu den Verkehrseinrichtungen.

Pylonen werden vorrangig als temporäre Verkehrszeichen oder Absperreinrichtung benutzt  - zur Warnung, Verkehrsleitung oder zur Absicherung von Baustellen, Havarie- oder Unfallstellen.

Diese Verkehrshütchen  sind ein besonders einfaches Mittel, um Gefahrenstellen im Bereich der StVO  oder in betrieblichen Außenbereichen zu sichern und zu kennzeichnen. Aber auch im Innenbereich, z.B. in großen Lagerhallen oder Produktionshallen, kann die Aufstellung von Leitkegeln zur Umleitung von Personen- bzw. Stapler-Verkehr in vielen Fällen nützlich sein.

Vorteile von Leitkegeln für mobile Absperrungen

Pylone sind stapelbar und lassen sich damit platzsparend lagern und transportieren.  Auch wegen  ihres  geringen Gewichtes sind Leitkegel leicht an den Einsatzort zu befördern. Im Kollisionsfall sind die Verkehrshütchen in der Regel ungefährlich, da sie weitgehend  gefahrlos mit dem Kraftfahrzeug überfahren werden können.

Bei Leitkegeln, die für mögliche Notfälle in den Einsatzfahrzeugen mitgeführt werden müssen, spielt das Transportvolumen eine große Rolle. Deshalb wurden für solche Zwecke faltbare Leitkegel entwickelt.
Diese faltbaren Leitkegel lassen sich auf einen Bruchteil ihrer Normalgröße zusammenfalten und blockieren nicht den wertvollen Stauraum in den Eisatzfahrzeugen

Material, Größe  und Standsicherheit der Leitkegel

Alle Leitkegel und Warnkegel müssen stabil und witterungsbeständig sein. Für die Herstellung kommen verschiedene Kunststoffe zum Einsatz, wie PVC oder PE oder auch Kautschuk.

Ein Leitkegel besteht aus einer stabilen Fußplatte und einem kegelförmig Körper. Die Form und Ausführung des Fußes sowie das Gewicht eines Verkehrskegels beeinflussen maßgeblich die Standsicherheit der Leitkegel. Je höher sein Eigengewicht, umso sicherer steht der Leitkegel auf seinem Platz, denn auch bei starkem Wind muss die Standsicherheit des Pylons gewährleistet sein.

Die Ausführung der Fußplatte ist besonders wichtig auf unebenem Gelände. Sie sollte deshalb deutlich breiter und schwerer sein als der Leitkegel -Körper. Durch eine entsprechend große, gewichtige Fussplatte erhält der Warnkegel einen tieferen Schwerpunkt und die Gefahr, dass der Pylon bei  Erschütterungen durch Fahrzeugverkehr oder schlechte Witterungsverhältnisse kippt oder verrutscht, wird reduziert.

Die Größe und das Gewicht des Leitkegels sollten deshalb sorgfältig nach seinem Einsatzzweck ausgewählt werden. Gefahrenstellen auf Autobahnen und Schnellstraßen werden durch Warnkegel mit einer Höhe von 75 bis 100 cm zuverlässig abgesichert. Auf untergeordnete Straßen, auf Betriebsgelände oder auf Parkplätzen oder in Gebäuden können dagegen Verkehrshütchen mit einer Höhe von 30 bis 50 cm verwendet werden.

Auffällige Oberflächen der Pylonen

Die Oberfläche des Leitkegels besitzt eine Warnfarbe und der Kegelkörper kann zusätzlich zur Steigerung des Kontrastes mit einem oder mehreren weißen Streifen versehen sein. Ein Leitkegel im Sinne der StVO besteht immer aus drei roten und zwei weißen ringformigen Streifen. Die Fußplatte muss nicht in derselben Farbe wie der Pylonen-Körper ausgeführt sein.

In der Regel sind alle Leitkegel durch ihre auffälligen Farben bei Tageslicht gut sichtbar. Die auffällige Farbekombination – in der Regel rot-weiß  signalisiert auch bei Tageslicht, dass an dieser Stelle Vorsicht geboten ist. In einer Reihe aufgestellt, lenken sie den Verkehr zuverlässig an Baustellen oder temporären Gefahrstellen vorbei. Zur Verbesserung der Sichtbarkeit im Dunklen oder bei extremen Sichtverhältnissen kann die Oberfläche zusätzlich retroreflektierend gestaltet werden. Die Reflexionsgrade werden durch die verwendeten Folientypen bestimmt und unterschieden. Je hochwertiger die verwendete Folie, umso höher ist die Warnwirkung durch eine stärkere Lichtreflexion.

Laut der Richtlinie zur Sicherung von Arbeitsstellen (RSA) an Straßen dürfen im öffentlichen Straßenverkehr nur voll-retroreflektierende Leitkegel zum Einsatz kommen. Ausgenommen von dieser Richtlinie sind Verkehrsleitkegel mit einer Höhe von 32 cm.

Die preiswerteren, tagesleuchtenden bzw. reflektierenden Leitkegel zeichnen sich zwar durch eine bessere Tagessichtbarkeit aus, erfüllen aber vor allem bei Dunkelheit nicht die Anforderungen an das Verkehrszeichen 610. Dies trifft auch auf teilreflektierende Pylonen zu. Sie dürfen daher nur für innerbetriebliche Absperrungen bzw. für Markierungsarbeiten außerhalb von Autobahnen und bei Tageslicht verwendet werden.

Einsatzbereiche der Leitkegel im öffentlichen Straßenverkehr

In der Richtlinie zur Sicherung von Arbeitsstellen ist festgeschrieben welche Verkehrsleitkegel für welchen Einsatzbereich verwendet werden dürfen:

  • Leitkegel mit einer Größe von 30 bzw. 32 cm dürfen nur im Falle von Markierungsarbeiten und Absperrungen  außerhalb von Autobahnen und bei Tageslicht verwendet werden
  • Warnkegel mit einer Größe von 50 cm dürfen auf allen Straßen, aber nicht auf Autobahnen, verwendet werden
  • Verkehrsleitkegel mit einer Größe von 75 cm dürfen auf Autobahnen verwendet werden
  • Leitkegel mit einer Größe von 100 cm dürfen auf innerörtlichen Straßen im Schienenbereich verwendet werden

Sonderstellung von Leitkegeln mit 30-32 cm Bauhöhe

Im  Sinne der RSA  sind Leitkegel mit einer Höhe von 30 bis 32 cm nur bei Markierungsarbeiten außerhalb von Autobahnen und nur bei Tageslicht einzusetzen.

Der Vorteil dieser kleineren Ausführung besteht hauptsächlich in einer höheren Transportkapazität auf den Maschinen der Fahrbahnmarkierung. Ein weiterer entscheidender Vorteil liegrt in der geringeren Höhe der aufgestelletn Leitkegel. Bei größeren Pylonen besteht die Gefahr, dass ausladende Fahrzeuge bei beengten Platzverhältnissen zwar nicht die Markierung überfahren, aber beim Wenden mit Front oder Heck über den Leitkegel hinweg schwenken und ihn dabei umwerfen. Dagegen können Busse, Müllfahrzeuge und die meisten LKW’s über die niedrigen Leitkegel schwenken, ohne sie zu berühren.

Bei der Einschränkung, die 30 cm Leitkegel nur bei Tageslicht einzusetzen, geht man davon aus, dass Arbeiten zur Fahrbahnmarkierung normalerweise bei Tageslicht ausgeführt werden. Mit Eintritt der Dunkelheit sollten Markierungsarbeiten abgeschlossen und die Leitkegel für  die Absperrungen entfernt sein.

Leitkegel BASt geprüft

Leitkegel, die im öffentlichen Verkehr eingesetzt werden, müssen in Deutschland § 43 der Straßenverkehrsordnung (StVO) genügen sowie die Technischen Lieferbedingungen für Leitkegel (TL-Leitkegel) erfüllen.

Sie werden durch die Güteschutzgemeinschaft Verkehrszeichen und Verkehrseinrichtungen unter Beteiligung der BASt (Bundesanstalt für Verkehrswesen) auf ihre Eignung und Verkehrstauglichkeit überprüft und müssen den jeweils gültigen Vorgaben wie nationalen bzw. europäischen Normen entsprechen.

Die BASt führt die Freigabeliste als Datenbank, welche die eignungsgeprüften Leitkegel enthält, die die Anforderungen der "Zusätzlichen Technischen Vertragsbedingungen und Richtlinien für Markierungen auf Straßen (ZTV M 13)" und die der "Technischen Lieferbedingungen für Leitkegel" entsprechen.  Diese Leitkegel erhalten eine BASt-Prüfnummer.