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Brandschutz

In der ASR A2.2 (2012) wurden die Anforderungen an die betrieblichen Brandschutzmaßnahmen konkretisiert. Dazu gehört auch die Bereitstellung von Feuerlöscheinrichtungen, z. B. von Löschdecken.

Löschdecken

Löschdecken eignen sich vor allem für kleinräumige Brände. Das können beispielweise Brände in Gefäßen oder von kleinen Maschinen und Anlagen sein. Nicht in allen Bereichen darf und möchte man mit Wasser löschen. Vor allem in Küchen (kleinere Fettbrände) oder Laboren mit teurer / sensibler Ausstattung sind daher Löschdecken eine gute Ergänzung zur Brandsicherheit, um kleine Brände schnell zu löschen. Zu beachten ist, dass nach DIN EN 1869 nur Fettbrände bis Liter Fassungsvermögen mit Löschdecken gelöscht werden sollten. Für alle größeren Fritteusen sind geeignete Feuerlöscher - Brandklasse F für Fettbrände - bereitzustellen.

Die Löschdecke bietet somit nur ein zusätzliches, rückstandsfreies Löschmittel für Entstehungsbrände. Ein Vorteil ist die geringe Hemmschwelle zum Einsatz von Löschdecken. Sie können auch, im Gegensatz zu Feuerlöschern, durch ungeübte Personen schnell und effektiv angewendet werden. Theoretisch sind Löschdecken auch zum Löschen brennender Personen geeignet. Aber Vorsicht: Durch das Einhüllen der brennenden Person in die Feuerlöschdecke, kann die durch den Brand erzeugte Hitze stark auf den Körper einwirken. Somit können schwere Verletzungen erheblich verstärkt werden. Bei Brandschutzschulungen ist daher besonders darauf einzugehen, dass Erstversorger die zu rettende Personen bis zum Eintreffen der Rettungskräfte ausreichend kühlen muss. Nur so lässt sich der Grad der Verletzung eindämmen.

Gegen Verstauben und sonstige Verschmutzungen hilft die Aufbewahrung der Löschdecke in einer geeigneten Box. Nicht nur dort sollte die Decke zur schnellen Verwendung korrekt gefaltet verstaut werden:

Löschedecke so falten, dass Taschen mit Grifföffnung an den oberen zwei Ecken nach außen sichtbar liegen. Nach dem Einschieben der Hände soll diese sich nach unten aufklappen. So sind die Hände des Helfers geschützt und die Löschdecke schirmt den Körper vor Flammen und Wärmestrahlung weitestgehend ab. Danach wird die Decke über dem Brandherd ausgebreitet.

In Brand geratene Personen geraten oft in Panik und laufen davon. Das muss vom Ersthelfer verhindert werden, um die Löschdecke um den Hals des Opfers zu legen. Dabei muss unbedingt ein luftdichter Abschluss gewährleistet sein! Auf liegende Personen ist die Decke eng an den Körper anzudrücken, um den unter der Brandschutzdecke verbleibenden Sauerstoff durch Drücken und Streichen nach unten zu entfernen.