Gefahrenpiktogramme nach GHS mit Signalwort

Alle Chemikalien müssen nach GHS "Globally Harmonised System of Classification and Labelling of Chemicals" eingestuft und deren Verpackungen entsprechend gekennzeichnet werden. Die GHS-Gefahren­piktogramme bestehen aus rotumrandeten Rauten mit schwarzen Symbolen auf weißem Grund. Die neuen Symbole sind eindeutiger und prägnanter in ihrer Aussage und bieten im internationalen Warenverkehr eine Vereinheitlichung mit mehr Sicherheit. GHS-Gefahrstoffsymbole dürfen nur zusammen mit den Signalwörtern "Gefahr" oder "Achtung" verwendet werden. Verwenden Sie dazu GHS-Grundplaketten mit GHS-Signalwortaufklebern.

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Die Verwendung von GHS-Signalwörtern

Signalwörter sind neue, GHS-spezifische Kennzeichnungselemente. Sie geben Auskunft über den relativen Gefährdungsgrad, der einem Stoff oder Gemisch innewohnt und machen Personen, die mit dem Stoff oder Gemisch umgehen, auf eine potentielle Gefahr aufmerksam.

Es gibt zwei Signalwörter:
Signalwort "GEFAHR" - für die schwerwiegenden Gefahrenkategorien Signalwort "ACHTUNG" - für die weniger schwerwiegenden Gefahrenkategorien

Für den Fall, dass der Stoff bzw. das Gemisch in mehrere Gefahrenklassen oder Differenzierungen eingestuft ist, die beide Signalwörter nach sich ziehen, ist bei der Kennzeichnung lediglich "GEFAHR" anzugeben.

Nutzen Sie die Etiketten mit GHS-Symbolen von Brewes für eine international eindeutige Gefahrenkommunikation! Sie erhalten die Gefahrensymbole und Gefahrstoffetiketten gemäß GHS auf Bogen oder auf Rolle, in verschiedenen Größen und Ausführungen, mit und ohne Signalwort, aus selbstklebender PE- oder Vinylfolie. GHS-Gefahrstoffsymbole dürfen nur zusammen mit den Signalwörtern "Gefahr" oder "Achtung" verwendet werden. Bei uns erhalten Sie dafür Gefahrstoffetiketten oder GHS-Grundplaketten mit entsprechendem Aufdruck bzw. separate Signalwortaufkleber "Achtung" und "Gefahr bzw. "Warning" und "Danger".

Ebenfalls erhalten Sie bei uns praxisbewährte Gefahrstoffkennzeichnung (Preis auf Anfrage). Zu diesen Gefahrstoffkennzeichen gehört das Etikett "Ungeprüfter Forschungsstoff". Damit werden alle unbekannten Substanzen gekennzeichnet. Dieses Etikett besitzt ein rotes Dreieck mit einem Fragezeichen als Warnsymbol.

Gefahrstoffetiketten nach GHS mit Signalwörtern

Mit diesen Etiketten kennzeichnen Sie Ihre Stoffe und Gemische sicher nach GHS (Globally Harmonised System of Classification and Labeling of Chemicals).

GHS-Etiketten selbstklebend, permanent haftend, wischfest, wetterfest

Material: wetterfeste, außenbeständige Vinyl-Selbstklebefolie

  • GHS-Etiketten auf Rolle - Polyethylenfolie (PE), selbstklebend Temperaturbereich: -10 °C bis +70 °C
  • GHS-Etiketten auf Bogen - Vinylfolie, selbstklebend (PVC) Temperaturbereich: -40 °C bis +70 °C

GHS: Neue Gefahrstoffsymbole für Chemikalien

Am 3. September 2008 wurde durch das Europäische Parlament die Harmonisierung der Gefahrstoffkennzeichnung beschlossen. Damit werden europaweit ab Dezember 2008 neue Gefahrensymbole und Warnzeichen für Stoffe und Stoffgemische eingeführt.

Verpflichtend werden die neuen Symbole allerdings erst ab dem 1. Dezember 2010 für Einzelstoffe und ab dem 1. Juni 2015 für Stoffgemische. Lagerbestände dürfen zusätzlich noch je zwei Jahre länger mit der alten Gefahrstoffkennzeichnung abgegeben werden. Bis dahin können die bekannten orangefarbenen Gefahrstoffkennzeichen noch verwendet werden.

CLP-Verordnung der EU und Kennzeichnung nach dem GHS-System

Am 1. Dezember 2010 ist die Verordnung zur Neufassung der Gefahrstoffverordnung und zur Änderung sprengstoffrechtlicher Verordnungen im Bundesgesetzblatt in Kraft getreten.
Das GHS - System der Vereinten Nationen löst die bisherigen europäischen Regelungen zur Einstufung und Kennzeichnung von Chemikalien ab.
GHS ist der Kürzel für "Global Harmonized System". Dieses System wurde von der Uno für die weltweit einheitliche Gefahreneinstufung und Etikettierung chemischer Produkte vorgeschlagen. Es ist die Basis für die neue Verordnung der EU über die Einstufung, Etikettierung und Verpackung chemischer Produkte.
Deshalb nennt man diese Verordnung oft GHS-Verordnung. Die gebräuchlichere Bezeichnung dafür ist aber heute CLP-Verordnung gemäß englischsprachigen Titel der Verordnung "Classification, Labelling und Packaging".

Es ist zu beachten, dass die CLP-Verordnung im Gegensatz zur REACH-Verordnung keine Mengenschwelle kennt, d.h. ihre Anforderungen sind auch für kleinste Stoffmengen gültig. Während die REACH-Verordnung bereits bei der Herstellung von Stoffen ansetzt, gelten die Bestimmungen der CLP-Verordnung erst, wenn die Stoffe in Verkehr gebracht werden.

Gefahrstoffkennzeichnung nach GHS

Ziel des weltweit vereinheitlichten Systems ist, das Niveau des Schutzes der menschlichen Gesundheit und der Umwelt einheitlicher, transparenter und vergleichbarer zu machen.
Seit Dezember 2010 könnten die neuen Warn- und Gefahrgutkennzeichen verwendet werden.
Ab 2012 wäre die neue Kennzeichnung für alle gefährlichen Chemikalien und ab 2017 auch für Gemische, die diese Chemikalien enthalten, Pflicht. Bis dahin wurden den Herstellern Übergangsfristen eingeräumt.
Weltweit warnen künftig schwarze Symbole auf weißen Rhomben mit rotem Rand vor den Gefahren chemischer Stoffe und Produkte. Die Kennzeichnungsverordnung sieht neun neue Piktogramme vor. Die neuen Symbole sind eindeutiger und prägnanter in ihrer Aussage und bieten im internationalen Warenverkehr eine Vereinheitlichung mit mehr Sicherheit.

Gefahrenpiktogramme

Die folgende Tabelle zeigt die, bei der Kennzeichnung gemäß CLP-Verordnung zu verwendenden GHS-Gefahrenpiktogramme.

Bezeichnung

GHS Piktogramme

(Neue Gefahrstoffsymbole)

Kodierung Bedeutung
Explodierende Bombe

GHS 01

GHS01 Explosive Stoffe
Flamme

GHS 02

GHS02 Enzündbare Stoffe
Flamme über einem Kreis

GHS 03

GHS03 Entzündend (Oxydierend) wirkende Stoffe
Gasflasche

GHS 04

GHS04 Unter Druck stehende Gase
Ätzwirkung

GHS 05

GHS05 Hautätzend, schwere Augenschädigung,
auf Metalle korrosiv wirkend
Totenkopf mit gekreuzten Knochen

GHS 06

GHS06 Giftig / Sehr giftig
Akute Toxizität
Ausrufezeichen

GHS 07

GHS07 Akute Toxizität, Reizung der Haut, Augenreizend, Sensibilisierung der Haut, Spezifische Zielorgantoxizität
Gesundheitsgefahr

GHS 08

GHS08 Krebserzeugend, Mutagen, Reproduktionstoxisch, Sensibilisierung der Atemwege, Spezifische Zielorgan-Toxizität, Aspirationsgefahr
Umwelt

GHS 09

GHS09 Umweltgefährdend, Gewässergefährdend

Für die meisten der Gefahrenpiktogramme gibt es ähnliche Gefahrensymbole nach der GefStV im Kennzeichnungssystem nach Stoff- und Zubereitungsrichtlinie. Hinsichtlich der Vergabe der Gefahrensymbole bzw. Gefahrenpiktogramme können die beiden Kennzeichnungssysteme Unterschiede aufweisen. Die folgende Tabelle führt beispielhaft einige dieser Unterschiede auf Im GHS-System wurden die Piktogramme "Gasflasche", "Ausrufezeichen" und "Gesundheitsgefahr" neu aufgenommen.

Piktogramme Richtlinien für Stoffe und Zubereitungen CLP-Verordnung neue GHS-Symbole

Gefahrstoff Kennzeichnung 2002 - Organische Peroxide

Brandfördernd: Organische Peroxide Organische Peroxide Typ B
(Organische Peroxide Typ B sind sowohl mit der explodierenden Bombe als auch mit der Flamme zu kennzeichnen)

GHS 02

GHS 03

Gefahrstoff Kennzeichnung 2002 - Organische Peroxide

Brandfördernd: Organische Peroxide Organische Peroxide
Typ C, D, E oder F

GHS 02

ohne Gefahrensymbol Entzündlich Entzündbare Flüssigkeiten
Kategorie 3

GHS 02

Keine Entsprechung - Gase unter Druck

GHS 04

Keine Entsprechung - Selbsterhitzungsfähige Stoffe und Stoffgemische

GHS 02

Keine Entsprechung - Korrosiv gegenüber Metallen

GHS 05

Gefahrstoff Kennzeichnung 2006 - Akut letale Wirkung

Akut letale Wirkung Xn Akute Toxizität
Kategorie 4

GHS 07

Gefahrstoff Kennzeichnung 2004 - Irreversible nichtletale Wirkungen T+ T

Irreversible nichtletale Wirkungen: T+ und T
Schwerwiegende chro-nische Wirkungen: T
Spezifische Zielorgan-Toxizität
(einmalige Exposition oder wiederholte Exposition)
Kategorie 1

GHS 08

Gefahrstoff Kennzeichnung 2007 - Irreversible nichtletale Wirkungen Xn

Irreversible nichtletale Wirkungen: Xn
Schwerwiegende chro-nische Wirkungen: Xn
Spezifische Zielorgan-Toxizität
(einmalige Exposition oder wiederholte Exposition)
Kategorie 2

GHS 08

Gefahrstoff Kennzeichnung 2007 - Aspirationsgefahr

Aspirationsgefahr
Schwerwiegende chro-nische Wirkungen: Xn
Aspirationsgefahr
Kategorie 1

GHS 08

Gefahrstoff Kennzeichnung 2007 - Sensibilisierung der Haut

Sensibilisierung der Haut Sensibilisierung der Haut

GHS 07

Gefahrstoff Kennzeichnung 2007 - Sensibilisierung der Atemwege

Sensibilisierung der Atemwege Sensibilisierung der Atemwege

GHS 08

Gefahrstoff Kennzeichnung 2007 - Gefahr ernster Augenschäden

Gefahr ernster Augenschäden Schwere Augenschädigung

GHS 05

Gefahrstoff Kennzeichnung 2007 - hautreizend augenreizend Reizung der Atemwege

hautreizend
augenreizend
Reizung der Atemwege
hautreizend
augenreizend
Reizung der Atemwege

GHS 07

ohne Gefahrensymbol narkotisierende Wirkung narkotisierende Wirkung

GHS 07

Gefahrstoff Kennzeichnung 2013 - Gefährdung für die Ozonschicht

Gefährdung für die Ozonschicht die Ozonschicht schädigend kein Gefahren Piktogramm

Das Andreaskreuz (nach Stoff- und Zubereitungsrichtlinie das Symbol mit dem Kennbuch-staben Xn oder Xi) wird von der CLP-Verordnung nicht verwendet. An entsprechender Stelle stehen im GHS-System die Gefahrenpiktogramme "Ätzwirkung", "Gesundheitsgefahr" oder "Ausrufezeichen".

Die CLP-Verordnung enthält die in Tabelle 2.5 aufgeführten Vorrangregeln für die GHS-Gefahrensymbole. Wird der Stoff oder das Gemisch sowohl gemäß CLP-Verordnung als auch nach den Vorschriften für die Beförderung gefährlicher Güter gekennzeichnet, so müssen auf der äußeren Verpackung diejenigen Gefahrenpiktogramme nicht erscheinen, für die eine entsprechende gefahrgutrechtliche Kennzeichnung vorhanden ist.

Kennzeichnung mit Rangfolgeregelung

GHS01

Kennzeichnung mit GHS02 und GHS03 kann entfallen, es sei denn, mehrere Gefahrenpiktogramme sind verbindlich

GHS06

Keine Kennzeichnung mit GHS07

GHS05

keine Kennzeichnung mit GHS07 für Hautreizung (H315) oder Augenreizung (H319)

GHS08 - Für Sensibilisierung der Atemwege (H334)

keine Kennzeichnung mit GHS07 für Sensibilisierung der Haut (H317) Hautreizung (H315) oder Augenreizung (H319)

Weitere Informationen zum Thema Gefahrstoffkennzeichnung nach GHS- bzw. CLP-Verordnung finden Sie auch auf unserem brewes Magazin.

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