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Kennzeichnung von Gefahrgut

Kennzeichnung von Versandstücken, Fahrzeugen und Gefahrgut mit Fahrzeug- und Container-Labeln gemäß der GefStoffV

Kennzeichnung von Versandstücken, Fahrzeugen und Gefahrgut gemäß der GefStoffV

Gefährliche Stoffe werden in einer hoch industrialisierten Gesellschaft häufig verwendet und natürlich auch befördert. Wichtig bei diesen Gefahrguttransporten ist es, Leben und Gesundheit von Menschen und Tieren zu schützen sowie Gefahren für die öffentliche Sicherheit und Ordnung zu vermeiden.

Für den Transport gefährlicher Güter wurde ein internationales Regelwerk geschaffen, mit dem der sichere Transport dieser Güter grundsätzlich gewährleistet ist. Dieses internationale Regelwerk wird durch nationale Regelungen, die die Zuständigkeiten, Pflichten und Ordnungswidrigkeiten festlegen, ergänzt. Diese Anordnungen werden unter Berücksichtigung von Erkenntnissen in Wissenschaft und Technik laufend kontrolliert und weiterentwickelt.

Die Beförderung von Gefahrgut ist eines der wenigen Gebiete, auf dem es schon seit längerer Zeit grenzübergreifende Regelungen gibt, denen sich die meisten Staaten angeschlossen haben. Der Umgang mit Gefahrgut wurde von den Vereinten Nationen in den Model Regulations der UN Recommendations on the Transport of Dangerous Goods, festgelegt. Trotzdem haben sich verschiedene Standards entwickelt, und seit 2000 ist die UNO bestrebt, die Regelungen im GHS zu vereinheitlichen.

Kennzeichnung von Versandstücken, Fahrzeugen und Gefahrgut gemäß ADR / RID

Gefahrguttransporte auf Straßen und Schienen stellen ein erhöhtes Risiko für Mensch und Umwelt dar. Im Schadensfall könnten Personen folgeschwere Verletzungen erleiden.
Außerdem können strafrechtliche und versicherungstechnische Folgen auf den Transporteur zukommen.
Eine nicht fachgerechte Ausstattung und Kennzeichnung von Gefahrstoffen beim Transport kann bei Kontrollen zu Verzögerungen und Zusatzkosten führen. Deshalb ist eine professionelle Umsetzung und Einhaltung der Vorschriften des Gefahrgutrechtes erforderlich.

Kennzeichen für erwärmte Stoffe, die in erwärmtem Zustand befördert werden

Kennzeichen für Stoffe, die in erwärmtem Zustand befördert werden

Z.B. Bitumen als Rohstoff für Asphaltmischwerke wird in der Regel mit Tankfahrzeugen in flüssigem Zustand befördert. Bei Umgebungstemperaturen ist es jedoch halbfest bis fest, so dass es in erwärmtem Zustand umgeschlagen und befördert werden muss. In der Regel liegt die Verladetemperatur zwischen 160 und 200 °C. Ungewollt austretendes Bitumen kann auch in Kleinstmengen bei Personen schwerste Brandverletzungen hervorrufen. Deshalb ist es Gefahrgut und als solches zu kennzeichnen.

Die Vorschriften für die Kennzeichnung von Stoffen, die in erwärmten Zustand befördert werden müssen lauten folgendermaßen:
Wenn erwärmte flüssige Stoffe mit der UN-Nummer 3257 (z.B. geschmolzenes Metall oder Salz) in Tankfahrzeugen, Tankcontainern, ortsbeweglichen Tanks oder Spezialfahrzeugen befördert werden muss, müssen diese Tanks, Container und Fahrzeuge zusätzlich mit dem Kennzeichen für erwärmte Stoffe versehen werden. Dasselbe gilt für den Transport von erwärmten festen Stoffe, bei über 240°C, mit der UN-Nummer 3258 (z.B. Bandeisen).

Die Transportfahrzeuge müssen dabei an beiden Längsseiten und hinten mit dem Kennzeichen für erwärmte Stoffe versehen werden. Bei Containern, Tankcontainern und ortsbeweglichen Tanks wird das Kennzeichen für erwärmte Stoffe an allen vier Seiten angebracht. Das Kennzeichen für Stoffe, die in erwärmtem Zustand befördert werden hat die Form eines Dreiecks mit einer Seitenlänge von mindestens 250 mm. Symbol und Umrandung sind in rot auf weißem Untergrund dargestellt.