Unfallprävention im Freien: Sicherheitskennzeichnung nach ISO 7010
Das schöne Wetter lockt die Menschen nach draußen, und die Outdoor-Freizeitsaison nimmt rasant an Fahrt auf. Ob Badestellen, Sportplätze, Spielplätze oder Volksfeste, an Freizeiteinrichtungen und öffentlich zugänglichen Flächen, die in den Verantwortungsbereich von Gemeinden oder Unternehmen fallen, werden hohe Anforderungen an die Sicherheit gestellt. Aus der Praxis der Arbeitssicherheit wissen wir: Eine eindeutige Sicherheitskennzeichnung ist unerlässlich, um Unfälle zu vermeiden und haftungsrechtliche Versicherungsfälle für Betreiber und Kommunen auszuschließen.
Die Neuerungen der ISO 7010, AMD 11 im Überblick
Um das sichere Verhalten im Freien international verständlicher zu machen, wurden mit der ISO 7010, AMD 11 insgesamt 14 neue Symbole veröffentlicht. Diese betreffen vor allem die Kennzeichnung im öffentlichen Bereich, im Tourismus sowie bei Aktivitäten in der Natur. Wir haben die wichtigsten dieser neuen Piktogramme in unser Standardsortiment aufgenommen, um Ihnen die normgerechte Ausstattung Ihrer Anlagen so einfach wie möglich zu machen.
Warnung vor Wetter- und Naturgefahren Besonders auf exponierten Anlagen wie Türmen, Aussichtsplattformen, Baumwipfelpfaden oder großen Sportplätzen ist die rechtzeitige Warnung vor extremen Wetterlagen lebenswichtig. Hierfür gibt es nun das spezifische Warnschild:


Warnung vor Gewitter
Klare Regeln durch Gebots- und Verbotszeichen: Um die Sicherheit von Minderjährigen in Freizeitparks, Sporteinrichtungen oder auf dem Rummel zu gewährleisten, gibt es das neue Gebotsschild:


Kinder müssen in Begleitung sein
Gleichzeitig sorgen klare Verbotsschilder für die Vermeidung von lebensgefährlichen Situationen in der Natur. So ist für die Wasserwirtschaft und Grundeigentümer von Seen folgendes Schild eine wichtige Ergänzung, für die kalte Jahreszeit:


Eislaufen verboten
Praxis-Tipps für spezifische Outdoor-Bereiche
1. Badestellen, Seen und Strände
An Gewässern muss sofort ersichtlich sein, was erlaubt ist und was nicht. Das Verbotsschild Schwimmen verboten ist hierbei ein Klassiker. Ebenso wichtig ist es, zu kennzeichnen, wo sich Rettungsschwimmer oder Rettungseinrichtungen befinden. Das Bereitstellen von Rettungsmitteln, wie etwa einem normgerechten Rettungsring, ist an gefährlichen Stellen Pflicht.
2. Volksfeste und Großveranstaltungen
Wo viele Menschen zusammenkommen, muss die Fluchtwegkennzeichnung groß, hoch angebracht und robust sein. Zudem müssen Erste-Hilfe-Punkte klar ausgewiesen werden. Denken Sie bei Volksfesten auch an Verbotsschilder für Fahrgeschäfte, wie beispielsweise das Verbotsschild Nicht für Personen im berauschten Zustand.
Tipp vom Experten: Gerade bei großen Menschenmengen steigt zudem das Risiko für medizinische Notfälle. Daher ist es äußerst sinnvoll und ein enormer Sicherheitsgewinn, an zentralen und gut erreichbaren Punkten einen öffentlichen Defibrillator zu platzieren. Doch das beste Notfall-Equipment nützt nichts, wenn es in der Panik übersehen wird. Der Standort muss zwingend korrekt sichtbar gekennzeichnet werden. Nur so gewährleisten Sie, dass Ersthelfer das lebensrettende AED Gerät in Sekundenbruchteilen finden und sicher anwenden können.
3. Spielplätze und Naturschutz
Ein ausgewiesener Spielplatz erfordert spezifische Beschilderungen (Spielplatzschilder), die auf Altersgrenzen, Aufsichtspflichten und Notrufnummern hinweisen. In angrenzenden Naturräumen helfen Schilder wie Bitte nicht betreten Wild-Ruhezone, das Gleichgewicht der Natur zu wahren.
Mit den steigenden Temperaturen, langanhaltenden Trockenperioden und dem Klimawandel wächst in vielen unserer heimischen Regionen leider auch die Waldbrandgefahr erheblich. Für Forstverwaltungen, Nationalparks und Kommunen bedeutet das eine enorme Verantwortung.
Genau hier setzt das Warnschild zur „Warnung vor großflächiger Brandzone“ an:


Warnung vor großflächiger Brandzone
Häufige Fragen zur Sicherheitskennzeichnung im Freien
Warum ist die Nachrüstung auf die neuesten ISO 7010 Symbole für Kommunen und Unternehmen sinnvoll?
Die Verwendung aktueller, international standardisierter Warnschilder und Rettungszeichen stellt sicher, dass Piktogramme sprachunabhängig und schnell von jedem Besucher verstanden werden. Im Falle eines Unfalls weisen Sie so nach, dass Sie der Kennzeichnungspflicht nach dem neuesten Stand der Technik nachgekommen sind.
Welche Rettungsmittel sind für eine Veranstaltung im Freien zwingend erforderlich?
Neben der sichtbaren Beschilderung der Rettungswege benötigen Sie funktionale Erste-Hilfe-Stationen. Ein gut sichtbarer Erste-Hilfe Kasten und ein entsprechender Rettungsplan sind das absolute Minimum, um im Notfall schnelle Hilfe zu gewährleisten.
Wie befestige ich die Schilder im Freien am besten?
Für den Außenbereich eignen sich langlebige Aluminiumschilder am besten. Zur sicheren Aufstellung bieten sich Rohrpfosten für Schilder an, die fest im Boden verankert werden und auch starken Witterungseinflüssen standhalten.
Experten-Tipp zu Sicherheitskennzeichnung im Freien
"In öffentlichen Freizeiteinrichtungen im Outdoorbereich ist Sicherheitskennzeichnung nach ISO 7010 ein essentieller Beitrag zur Vermeidung von Unfällen. Deshalb empfehlen wir, mit Sicherheitsschildern nach ISO 7010 Warnungen, Verbote und Verhaltensregeln international verständlich zu kommunizieren und die Sicherheit von Betreibern, Beschäftigten und Besuchern zu erhöhen."
Claudia Hahn
Produktmanagerin Sicherheitskennzeichnung


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