Exklusiv für Geschäftskunden

CE-Kennzeichen, VDE- und GS-Kennzeichen

Das CE-Zeichen, welches Sie in dieser Kategorie finden, bestätigt die Verkehrsfreiheit des entsprechend gekennzeichneten Produktes oder Industrieerzeugnisses nach EU-Norm und ist somit kein Pürfsiegel sondern ein Verwaltungskennzeichen. Die Größe und Proportionen des CE-Zeichens sind genau festgelegt. Zusätzlich kann das Etikett noch eine 4-stellige Nummer enthalten, welches die Prüfstelle identifiziert.

CE-Kennzeichnung

Die Abkürzung CE steht für "Conformité Européenne", was "europäische Konformität" bedeutet. Die CE-Kennzeichnung wurde vorrangig geschaffen, um dem Endverbraucher sichere Produkte innerhalb des 30 Vertragsstaaten umfassenden Europäischen Wirtschaftsraums, einschließlich der Europäischen Union (EU), zu gewährleisten und um den freien Warenverkehr innerhalb der Europäischen Gemeinschaft zu ermöglichen. Mit der CE-Kennzeichnung zeigt der Hersteller die Konformität des Produktes mit den grundlegenden Anforderungen der EU-Richtlinien an, die je nach zutreffender Harmonisierungsrichtlinie zu erfüllen sind.

Innerhalb der EU dürfen nur noch Maschinen und Anlagen in den Verkehr gebracht werden, die mit dem CE-Kennzeichen gekennzeichnet sind. Die CE-Kennzeichnung eines Produktes bestätigt den Verwaltungsbehörden eines Mitgliedsstaates der EU, dass das Produkt, an dem das CE-Zeichen angebracht ist, die Anforderungen aller zutreffenden EU-Richtlinien erfüllt und die in den Richtlinien vorgestellten Konformitätsbewertungsverfahren durchgeführt wurden.

Die Konformität eines Produktes mit den EU-Richtlinien wird nach außen mit diesem CE-Kennzeichen dokumentiert. Ein Produkt darf nur dann mit dem CE-Zeichen gekennzeichnet werden, wenn es in den Anwendungsbereich einer oder mehrerer dieser Richtlinien fällt. Eine missbräuchliche Verwendung der CE-Kennzeichnung zieht nach Produktsicherheitsrichtlinie bzw. deren nationaler Umsetzung § 6 Abs. 1 ProdSG strafrechtliche Konsequenzen nach sich.
 

Wichtige Merkmale der CE-Kennzeichnung

  • sie bezieht sich nur auf technische Produkte
  • Produkte, auf die aufgrund ihrer Art oder Beschaffenheit eine oder mehrere der EU-Richtlinien Anwendung finden, müssen mit der CE-Kennzeichnung versehen sein, bevor sie erstmals in den Verkehr gebracht und in Betrieb genommen werden
  • Produkte dürfen nur in den Verkehr gebracht und in Betrieb genommen werden, wenn sie den Bestimmungen sämtlicher zum aktuellen Zeitpunkt anwendbaren Richtlinien entsprechen und wenn die Konformitätsbewertung gemäß allen anwendbaren Richtlinien durchgeführt worden ist
  • Produkte, für die eine EU-Richtlinie existiert, dürfen nur mit der CE-Kennzeichnung in den Verkehr gebracht werden
  • Hersteller eines technischen Produktes prüfen in eigener Verantwortung, welche EU-Richtlinien sie bei der Produktion anwenden müssen
  • der Hersteller erstellt eine EG-Konformitätserklärung und bringt die CE-Kennzeichen an dem Produkt an
  • falls gefordert, ist für die Konformitätsbewertung eine behördlich benannte Stelle einzuschalten
  • neben dem CE-Zeichen sind keine anderen Zeichen oder Gütesiegel zulässig, die die Aussage des CE-Kennzeichens in Frage stellen können (Es gibt immer wieder Debatten um das deutsche GS-Zeichen, welches inhaltlich nicht den Umfang der CE-Kennzeichnung umfasst)
  • die CE-Kennzeichnung bestätigt die vollständige Einhaltung der "Grundlegenden (Sicherheits-) Anforderungen", die in EU-Richtlinien konkret festgelegt sind
  • das CE-Zeichen gilt in allen EU-Mitgliedstaaten sowie in Norwegen, Island, Liechtenstein und in der Schweiz


Welche Produkte bekommen ein CE-Zeichen?

Alle Produkte, für die EU-Richtlinien hinsichtlich Sicherheit und Gesundheitsschutz gelten (z.B. Maschinen, elektrische und elektronische Geräte, Spielzeug, Druckbehälter und -geräte, Medizinprodukte, Bauprodukte, persönliche Schutzausrüstungen etc.) müssen das CE-Kennzeichen aufweisen, wenn sie in den Handel gebracht werden. Das gilt auch für den innerdeutschen Handel.

Beispiele für Produkte mit EU-Richtlinien:

  1. Für Maschinen und Anlagen gilt in der EU die Maschinenrichtlinie - einschließlich der sogenannten Outdoor-Richtlinie (Lärmschutz). Zu diesem Komplex gehören auch die beiden Richtlinien über
    • Aufzüge und
    • Seilbahnen
  2. Elektrische Geräte unterliegen folgenden Richtlinien:
    • Elektromagnetische Verträglichkeit (EMV/EMC)
    • Niederspannungsrichtlinie
    • RTTE für Telekommunikationsendeinrichtungen/Funkanlagen
    • RoHS Stoffverbote (jetzt mit CE-Kennzeichnungspflicht!)
    • WEEE Elektroaltgeräteentsorgung (keine CE, sondern Mülltonnenkennzeichnung!)
    • Die ErP/Eco-Design-Richtlinie (Öko-Design) wurde stark überarbeitet und verweist auf zahlreiche anzuwendende Verordnungen


Weitere Richtlinien/Klassifizierungen finden Sie unter www.ce-zeichen.de/klassifizierung.html.
Produkte, für die keine entsprechende EU-Richtlinie existiert, dürfen das CE-Kennzeichen nicht tragen.

 

 

Normgerechte Darstellung des CE-Kennzeichens

CE-Zeichen

 

 

 

 

  • Bei Verkleinerung oder Vergrößerung der CE-Kennzeichnung müssen die sich aus dem oben abgebildeten Raster ergebenden Proportionen eingehalten werden
  • Die verschiedenen Bestandteile der CE-Kennzeichnung müssen etwa gleich hoch sein; die Mindesthöhe beträgt 5 mm

Zudem kann es sein, dass rechts vom CE-Zeichen oder unterhalb eine 4-stellige Nummer steht. Beispielsweise CE 0123. Die Ziffern stehen für eine Prüfstelle, welche ein Unternehmen prüft.

 

 

 

 

GOST-Etiketten

 

 

Zertifizierungskennzeichen für Waren, die in die Russische Föderation eingeführt werden.

Um Waren auf den russischen Markt zu liefern, müssen Lieferanten und Hersteller für viele technische Produkte eine Zertifizierung durchführen, die bestätigt, dass die eingeführten Waren den russischen Produktionsqualitäts- und Sicherheitsstandards entsprechen. Einige Waren, die nach Russland geliefert werden, müssen über das pflichtige Konformitätszertifikat GOST R verfügen und mit einer GOST R-Kennzeichnung (GOST-Etiketten) versehen sein.

In der Russischen Föderation wurde jedoch bereits 2003 mit dem „föderalen Gesetz über die technische Regulierung“ auf die globalen Anforderungen der Wirtschaft reagiert. Ziel war die technische Gesetzgebung und die technische Regulierung ähnlich dem europäischen System der Harmonisierung in Normung und Gesetzgebung aufzubauen, damit die privatrechtliche Normung und die staatliche Gesetzgebung in Einklang stehen.

Durch die Reformierung des russischen Zertifizierungssystem Gost-R werden in Zukunft die GOST-Etiketten durch eine andere Form der Kennzeichnung ersetzt, vorzugsweise durch die TR-Kennzeichnung (TR-Abkürzung für technisches Regelwerk – russisch: technizeskie reglament).


IECQ/CECC

Qualitätsbewertungssystem für Bauelemente der Elektronik

IECQ steht als Abkürzung für IEC Quality Assessment System for Electronic Components.

CECC als europäisches und IECQ als internationales Qualitätsbewertungssystem für Bauelemente der Elektronik basieren auf weitgehend harmonisierten Normen.

Die IECQ ist im Jahr 2003 nach einem Zusammenschluss der ECQ und der CECC entstanden. Die Einrichtung beschäftigt sich mit der unabhängigen Zertifizierung elektronischer und elektrischer Komponenten und Bauelemente, die die Anforderungen an gefährliche Substanzen erfüllen. Die IECQ-Zertifizierung belegt, dass elektronische Komponenten, deren Materialien und Herstellungsprozesse, die entsprechenden Standards und Richtlinien erfüllen.
 

Die IECQ/CECC-Zertifizierung läuft über zwei Stufen: die Herstelleranerkennung und die Produktanerkennung

In der ersten Stufe (Herstelleranerkennung) wird das Qualitätsmanagementsystem und die technische Kompetenz des Herstellers von einer anerkannten IECQ-Zertifizierungsstelle überprüft. In Deutschland ist dies das VDE Prüf- und Zertifizierungsinstitut. Mit dem Zertifikat wird die technische Kompetenz zur Herstellung bestimmter Produkte und die Einhaltung aller relevanten Normen der ISO 9001 bestätigt. Die Produkte dürfen allerdings noch nicht mit dem einem IECQ/CECC-Zeichen gekennzeichnet werden. Dafür ist die zweite Stufe, die Produktanerkennung vorgesehen.

Das Produktanerkennungsverfahren schreibt vor, dass die zu prüfenden Produkte aus dem regulären Fertigungsprozess zu entnehmen sind. Die Prüfungen können in Begleitung eines Sachverständigen des VDE-Instituts direkt vom Hersteller durchgeführt werden bzw. von einem anerkannten Prüflabor, das vom VDE beauftragt wird. Die IECQ/CECC-Qualifizierung befreit nicht von der Produkthaftung. Jedoch bescheinigt eine IECQ/CECC-Produktzertifizierung dem Anwender, dass bei der Herstellung ein Maximum an Sorgfalt angewandt wurde.

Neue Arbeitsfelder des IECQ-Systems sind das Prozessmanagement für elektronische Bauelemente, die im Bereich der Luftfahrtindustrie eingesetzt werden und die Anforderungen an die Prozesse und Produkte der Elektronik durch die weltweit uneinheitlichen Umweltgesetze.

VDE-Funkschutzetiketten

für Bildschirme, PC's, Fernmeldegeräte und andere elektrische Geräte

Das Funkschutz-Zeichen des VDE dokumentiert, dass das Produkt durch das VDE-Institut geprüft wurde und den Normen für elektromagnetische Verträglichkeit (Störaussendung und Störfestigkeit) entspricht. Das sogenannte Funkschutzzeichen nach VDE 0871-B bezieht sich nicht auf die Ergonomie und hat auch nichts mit Sicherheitsbestimmungen zu tun. VDE 0871-B sagt, dass ein Gerät nach der Postverfügung 1046/84 ausreichend gegen Störstrahlung abgeschirmt ist. Dies ist vor allem in Deutschland eine rechtlich bindende Forderung und die Grundvoraussetzung für Zulassungen zum Anschluss an das Fernmelde- und Datennetz der Deutschen Bundespost (ZZF-Zulassung).

Funkschutzzeichen:
Funkstörgrad 0 = funkstörfrei;
Funkstörgrad N = Normalstörgrad;
Funkstörgrad K = Kleinststörgrad;
Funkstörgrad G = grobentstört (nur Industrienanlagen)