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Arbeitshandschuhe

Schutzhandschuhe, umgangssprachlich oft als Arbeitshandschuhe bezeichnet, sind Handschuhe, die die Hände vor Schädigungen durch äußere Einwirkungen schützen. Nach DGUV Vorschrift 1 sind Sicherheitshandschuhe bzw. Arbeitsschutzhandschuhe zu tragen, wenn die Gefährdungsbeurteilung ergibt, dass bei Arbeiten Verletzungen der Hände entstehen können.

Wann Arbeitshandschuhe zum Einsatz kommen

Die Folgende Auflistung zeigt auf, wann es wichtig ist Arbeitshandschuhe zu tragen und welches der passende Handschutz ist bei den auftretenden Risiken:

Mechanische Risiken

  • Mechanikerhandschuhe
  • Schnitt- und Stichschutzhandschuhe

Thermische Risiken

  • Hitzeschutzhandschuhe
  • Kälteschutzhandschuhe

Chemische und biologische Risiken, radioaktive Kontamination

  • Chemikalienschutzhandschuhe

Spannungsüberschlag für Arbeiten unter elektrischer Spannung

  • Elektrikerhandschuhe

Verunreinigung von Produkten / Schutz von Produkten

  • Produktschutzhandschuhe
  • ESD-Handschuhe

Eine besondere Stellung nehmen Einwegschutzhandschuhe (auch: Einmalschutzhandschuhe, Wegwerfhandschuhe, Oneway-Handschuhe) ein. Dies sind Schutzhandschuhe für den einmaligen Gebrauch. Vorrangig finden diese Arbeitshandschuhe in Labors, beim Friseur, in der Medizin, der Lebensmittelindustrie und der Gebäudereinigung Anwendung.

Kennzeichnung von Schutzhandschuhen

Schutzhandschuhe müssen nach DGUV Regel 112-995 (bisher GUV-R 195) gekennzeichnet sein. Die Kennzeichnung muss folgende Informationen enthalten:

Erklärung Beschriftung von Arbeitshandschuhen

Anhand des Piktogramms, der Norm und der Schutzstufe, ist das Risiko, gegen das die Arbeitshandschuhe schützen erkennbar. In der folgenden Übersicht finden Sie die wichtigsten Piktogramme und Normen:

Piktogramm

Norm

Bedeutung (z. B. Gefahrenklasse)

EN 388

Schutz gegen mechanische Gefahren

EN 1082

Schutz gegen mechanische Schnitte und Stiche

EN381-7

Schutz gegen mechanische Kettensägen

EN 374

Schutz gegen chemische Gefahren (entsprechend den Anforderungen nach EN 374-1:2003 5.2.1 und 5.2.3)

EN 374

Schutz gegen chemische Gefahren (entsprechend den Anforderungen nach EN 374-1:2003 5.2.1)

EN 374

Schutz gegen bakteriologische Kontamination

EN 421

Schutz gegen radioaktive Kontamination durch Partikel

EN 51

Schutz gegen Kälte

EN 407

Schutz gegen Hitze und Flammen

EN 1149-1

Schutz gegen elektrostatische Aufladung

EN 60903

Schutz gegen elektrische Spannung

EN 659

Schutzausrüstung für Feuerwehrleute

EN 420

Bedienungsanleitung, Gebrauchsanleitung

 

Lebensmitteltauglich

 

Auswahl von Schutzhandschuhen

Die Auswahl der an den jeweiligen Arbeitsplätzen benötigten Schutzhandschuhe richtet sich vor allem nach:

  • den in der Gefährdungsbeurteilung festgestellten Gefahren und Risiken
  • den für diese Gefahren und Risiken geeigneten Handschuhtypen

Zum anderen sind bei der Auswahl der Arbeitshandschuhe Tragekomfort, Tastgefühl und Greifvermögen zu beachten. Zum Tragekomfort gehört vor allem eine gute Passform. Eine Größentabelle nach DGUV Regel 112-995 hilft Ihnen bei der Auswahl der richtigen Größe.

Nicht immer ist die Funktion des Handschuhs mit Atmungsaktivität vereinbar. Dann sollte geprüft werden, ob einer vermehrten Schweißbildung durch häufigen Wechsel der Handschuhe und die eventuelle Nutzung von hautfreundlichen Unterziehhandschuhen begegnet werden kann. Zur Auswahl ihrer Arbeitsschutzhandschuhe steht ihnen hier auch eine Checkliste zur Verfügung.