Delegierte Rechtsakte (DRA)
Was ist die Delegierte Rechtsakte?
Delegierte Rechtsakte (DRA) konkretisieren die allgemeinen Vorgaben der EU-Ökodesign-Verordnung (ESPR). Sie bestimmen für jede Produktgruppe verbindlich, welche technischen Anforderungen gelten und welche Daten im Digitalen Produktpass (DPP) bereitgestellt werden müssen.
Die DRAs legen fest:
- welche Produktgruppen reguliert werden,
- welche DPP-Datenfelder verpflichtend sind (z. B. Materialien, Reparaturinfos, CO₂-Daten),
- in welcher Granularität der DPP geführt werden muss (Modell, Charge, Seriennummer),
- ab wann die jeweiligen Pflichten gelten (i. d. R. 18 Monate nach Inkrafttreten eines DRA).
Der erste Arbeitsplan der ESPR (April 2025) nennt u. a. folgende Produktgruppen:
Textilien (2027) und Möbel (2028).
Damit sind die DRAs das zentrale Instrument, das die allgemeine EU-Nachhaltigkeitsstrategie in konkrete DPP-Pflichten überführt.