Persönliche Schutzausrüstung

Körperliche Arbeit bringt oft auch Gefahren mit sich. Diese kann in Form von ätzenden Flüssigkeiten, übermäßigem Lärm, optischer Strahlung oder herabfallenden Gegenständen auftreten. Um Verletzungen zu vermeiden ist das Tragen von entsprechenden Körperschutzprodukten wie Schutzhandschuhen und Schutzbrillen, Gehörschutz sowie geeigneten Kopfbedeckungen, notwendig.

Inhalt:

Persönliche Schutzausrüstung

Im gesamten Bereich gewerblicher Unternehmen und öffentlicher Dienstleistungen bringt vor allem körperliche Arbeit zahlreiche Gefahren mit sich. Um Schädigungen und Verletzungen zu vermeiden müssen die Beschäftigten vor optischer Strahlung, hoher Lärmbelastung, giftigen Stäuben, Gasen und Dämpfen, herabfallenden Gegenständen und vielem mehr geschützt werden.

Aus dem Arbeitsschutzgesetz ergibt sich die rechtliche Verpflichtung für jeden Unternehmer, bei entsprechender Gefährdung seinen Beschäftigten die erforderliche Arbeitsschutzbekleidung zur Verfügung zu stellen.

Zur Persönlichen Schutzausrüstung (PSA) gehören:

  • Schutzhelme und Anstoßkappen
  • Gehörschutz
  • Schutzbrillen
  • Staub- und Gasfiltermasken
  • Schutzhandschuhe
  • Schutzanzüge
  • Arbeitsschutzschuhe
  • Rettungswesten

Nach DGUV Vorschrift 1 (bisher BGV A1) muss Persönliche Schutzausrüstung (PSA) von Beschäftigten bei allen Arbeiten und Tätigkeiten verwendet werden, bei denen  aufgrund ihrer Art Verletzungen oder Gesundheitsbeeinträchtigungen entstehen können und die durch andere technische oder organisatorische Maßnahmen  nicht verhindert werden können.

Arbeitsschutzmittel die zur persönlichen Schutzausrüstung gehören werden in drei Kategorien eingeteilt. Je höher die Kategorie desto strenger sind die Forderungen, die bei der Herstellung und Gestaltung des Produktes zu erfüllen sind.

Kategorie I: einfache PSA zum Schutz gegen minimale Gefahren:

  • Leichte mechanische Tätigkeiten mit oberflächlichen Auswirkungen (z. B. Gartenarbeit)
  • Schwach wirkende bzw. in der Wirkung nachlassende Reinigungsmaterialien (z. B. verdünnte Reinigungslösungen)
  • Gefahren durch Hitze nicht über 50 °C

Kategorie II: PSA zum Schutz vor mittleren Risiken.

  • Hierzu zählen alle PSA, die weder in Kategorie I noch in Kategorie III einzustufen sind.
  • Standard-Schutz bei mechanischen Risiken

Kategorie III: komplexe PSA zum Schutz vor tödlichen Gefahren und irreversiblen Gesundheitsschäden:

  • Für einen zeitlich begrenzten Schutz gegen chemische Einwirkungen oder ionisierende Strahlung
  • Für den Einsatz in heißer Umgebung von 100 °C und mehr, mit oder ohne Infrarotstrahlung, Flammen oder großen Spritzern von geschmolzenem Material
  • Für den Einsatz in kalter Umgebung von -50 °C und weniger

Komponenten der PSA müssen geprüft sein und das CE-Kennzeichen tragen. Für jede Art von Persönlicher Schutzausrüstung gibt es besondere Anforderungen und Normen.

Bei Brewes erhalten sie folgende Komponenten der Persönlichen Schutzausrüstung:

  • Anstoßkappen
  • Atemschutzmasken mit Bajonett-Klick-Anschluss für verschiedene Feinstaub- und Gasfilter
  • Aufbewahrungsboxen zur Aufbewahrung von Persönlicher Schutzausrüstung am Arbeitsplatz
  • Einmalhandschuhe aus Vinyl oder Latex
  • Einweg-Feinstaubmasken
  • Einwegschutzanzüge und Überziehschuhe
  • Gehörschutzstöpsel
  • Gesichtsschutzschirme
  • Kapselgehörschutz
  • Schutzbrillen mit Bügeln oder Kopfband
  • Schutzhandschuhe gegen mechanische, elektrische oder chemische Risiken
  • Schutzhelme für Bau und Industrie
  • Schutzhelme und Visiere für Elektriker
  • Warnwesten

Arbeitsschutzhelme

Arbeitsschutzhelme schützen den Träger vor herabfallenden Gegenständen oder pendelnden Lasten. Die Anforderungen an Schutzhelme werden von der DIN EN 397 festgelegt. Schutzhelme werden aus Thermo- oder Duroplasten hergestellt. Arbeitsschutzhelme sollten leicht sein und über ein verstellbares Innenkreuz und Kopfband, Belüftung, eine Regenrinne sowie Slots zum Anbringen von Zusatzkomponenten wie Gehörschutzkapseln oder Gesichtsschutzschildern verfügen.

Anstoßkappen

Industrie-Anstoßkappen bieten dem Träger einen Schutz gegen Anprallen an harte, feststehende Gegenstände. Sie haben einen höheren Tragekomfort als Helme und sehen modisch aus, bieten aber keinen Schutz gegen herabfallende Gegenstände oder pendelnde Lasten.

Schutzbrillen

Bei vielen Tätigkeiten kommt es zu einer Gefährdung der Augen. Daher ist die Auswahl eines geeigneten Augenschutzes von großer Bedeutung.

Arbeitsschutzbrillen gibt es für viele verschiedene Gefährdungen und in vielen verschiedenen Formen.

Bügelbrillen schützen den Träger vor allem gegen mechanische und optische Gefahren.

Brillen die durch ihre korbartige Form den Augenraum dicht umschließen und mit einem Kopfband befestigt werden schützen zusätzlich auch vor chemischen oder thermischen Verfahren, z. B. besonders beim Arbeiten mit Flüssigkeiten.

Um auch Brillenträgern einen entsprechenden Augenschutz zur Verfügung zu stellen, gibt es auch sogenannte Überbrillen, die über der Korrektionsbrille getragen werden können.

Gehörschutz

Ab einem Lärmpegel ab 80 dB(A) besteht eine Gehörgefährdung. Ab einem Lärmpegel ab 85 dB(A) ist jeder Arbeitnehmer verpflichtet einen Gehörschutz zu benutzen. Welcher Gehörschutz ist der richtige – Kapselgehörschützer oder Gehörschutzstöpsel?

In der DGUV Regel 112-194 (bisher BGR/GUV-R 194) werden Kapselgehörschützer und Gehörschutzstöpsel gleichwertig betrachtet. Der Einsatz richtet sich nach Arbeitssituation und Arbeitsumgebung.

Die Schalldämmung von Gehörschützern wird z. B. mittels SNR-Wert angegeben. Je höher die Lärmbelastung, desto höher muss der SNR-Wert des Gehörschützers sein.

Gehörschutz bei Brewes:

  • Einweg-Gehörschutzstöpsel
  • Mehrweg-Gehörschutzstöpsel
  • Bügelgehörschutz
  • Kapselgehörschutz
  • Gehörschutz-Helmkapseln

Atemschutz-Filtermasken, Staubfiltermasken

In vielen Arbeitsbereichen treten Gefährdungen in Form von Stäuben oder Gasen auf.

Je nach Gefährdung muss Atemschutz mit Partikelfiltern, Gasfiltern oder Kombinationsfiltern eingesetzt werden. Je nach Arbeitssituation werden entweder Einweg-Atemschutzmasken oder Atemschutzmasken mit auswechselbaren Filtern eingesetzt.

Bei Brewes erhalten Sie Einweg-Feinstaubmasken und Halbmasken mit Bajonett-Click-System zum Einsatz verschiedener Partikelfilter, Gasfilter oder Kombinationsfilter

Die Kennzeichnung von Atemschutzfiltern durch genormte Kennfarben und Buchstaben ist in der EN 14387 festgeschrieben. Beim Einsatz von Atemschutz ist in jedem Fall auch die vom Hersteller beigefügte Gebrauchsanweisung zu beachten.

Jeder Arbeitnehmer muss in die Benutzung einer Atemschutzmaske eingewiesen werden.

Arbeitsschutzhandschuhe, Gummihandschuhe

Arbeitsschutzhandschuhe gibt es gegen mechanische, thermische, chemische Risiken, gegen radioaktive Kontamination oder als isolierenden Schutz für Arbeiten unter elektrischer Spannung. Arbeitsschutzhandschuhe können aber auch dem Schutz von Produkten gegen Verunreinigung dienen.

Neben der Wirksamkeit gegen die entsprechenden Risiken sind die Passform, der Tragekomfort und die Griffsicherheit der Schutzhandschuhe wichtig.

Schutzhandschuhe müssen nach DGUV Regel 112-195 (bisher BGR 195)

  • das CE-Kennzeichen
  • Name oder Kennzeichnung des Herstellers oder Lieferers
  • Typenangabe oder Modellnummer
  • Größenangabe.
  • mit dem jeweiligen Piktogramm für das Risiko und der entsprechenden Schutzstufe

gekennzeichnet sein.

Einwegschutzanzüge und Überziehschuhe

Wenn bei Arbeiten mit gefährlichen Stoffen ein Schutz des ganzen Körpers notwendig ist bietet sich der Einsatz von Einwegschutzanzügen und Überziehschuhen an. Diese Einwegbekleidung wird in 6 Typen unterteilt:

  • Typ 1 - gasdicht
  • Typ 2 - nicht gasdicht
  • Typ 3 - flüssigkeitsdicht
  • Typ 4 - sprühdicht
  • Typ 5 - partikeldicht
  • Typ 6 - begrenzt spritzdicht

Bei Brewes erhalten sie Einwegschutzoveralls für verschiedene Einsatzzwecke, beginnend beim einfachen Schutzanzug der Kategorie I gegen grobe Verschmutzungen bis zum Chemieschutzoverall der Kategorie III, Typ 3/4/5/6. Sowie Überziehschuhe mit oder ohne Laufsohle

Warnwesten

Ab 01.07.2014 muss auch in Deutschland  in jedem Fahrzeug, unabhängig von der Zahl der mitfahrenden Personen eine Warnweste vorhanden sein. Warnwesten sind aus leuchtorangem oder leuchtgelbem Grundmaterial gefertigt und mit je zwei ca. 5 cm breiten Rückstrahlbändern versehen. Die Warnweste muss der EN ISO 20471:2013 entsprechen.

Aufbewahrungsboxen zur Aufbewahrung von Persönlicher Schutzausrüstung am Arbeitsplatz

Persönliche Schutzausrüstung muss griffbereit, aber auch gleichzeitig vor Beschädigung geschützt aufbewahrt werden. Speziell für diesen Zweck wurden die SecuBoxen entwickelt. Je nach Platzbedarf für der Persönlichen Schutzausrüstung gibt es die SecuBoxen in den Ausführungen Maxi, Midi und Mini. Auf dem Deckel befindet sich jeweils das Gebotszeichen mit dem Symbol für die jeweilige PSA angebracht werden.

Bei Brewes erhalten sie auch Gebotszeichen und Hinweiszeichen die auf die Benutzung von Persönlicher Schutzausrüstung hinweisen.