Hautreinigung & Desinfektionsmittel

Haut und Hände sind in vielen Arbeitsbereichen hautreizenden Belastungen und Gefährdungen ausgesetzt. Häufig sind Hautkrankheiten die Folge. Durch den Einsatz geeigneter Hautschutzmittel kann arbeitsbedingten Hauterkrankungen und damit einhergehenden Arbeitsausfällen zielgerichtet vorgebeugt werden. Desinfektionsmittel für Haut und Flächen helfen, die Ausbreitung von Infektionen zu verhindern und für eine hygienische Atmosphäre zu sorgen. Bei Brewes finden Sie eine große Auswahl an Desinfektionsmitteln, Handwaschpasten, Hautschutzcremes und Hautpflegeprodukten, die sie bequem und sicher online bestellen können. Die passenden Spendersysteme erhalten Sie ebenfalls direkt hier in unserem Onlineshop. Mehr…
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Kaufberatung zu Hautreinigung & Desinfektionsmittel

Hautschutz im Betrieb

Im beruflichen Alltag wird die Haut durch physikalische, chemische oder biologische Einwirkungen belastet. Daraus können arbeitsbedingte Hauterkrankungen entstehen. Diese stellen eine der häufigsten gemeldeten Erkrankung bei gesetzlichen Unfallversicherungen dar. Resultierende Ausfallzeiten verursachen jährlich Einbußen von 1 – 2 Milliarden Euro in der Wirtschaft.

Gemäß Arbeitsschutzgesetz und DGUV Vorschrift 1 "Grundsätze der Prävention" hat der Arbeitgeber die Pflicht, den Arbeitnehmer vor arbeitsbedingten Hauterkrankungen zu schützen.

Die DGUV Information 212-017 hilft Betrieben dabei, die Gefährdung zu erkennen und geeignete Präventionsmaßnahmen abzuleiten.

Ist der Einsatz von Schutzhandschuhen oder das Tragen von Schutzkleidung nicht möglich, kommen zur Prävention von Hautirritationen, Ekzemen und weiteren arbeitsbedingten Hauterkrankungen berufliche Hautmittel zum Einsatz. Darunter werden Hautschutz-, Hautreinigungs- und Hautpflegemittel verstanden.

Berufliche Hautmittel

Berufliche Hautmittel sind Bestandteil der Persönlichen Schutzausrüstung im Unternehmen. Zu ihnen zählen Hautschutz-, Hautpflege- und Hautreinigungsprodukte für den beruflichen Einsatz. Sie sollen die Haut vor allem vor Irritationen schützen und Regenerationsprozesse unterstützen. Die Bereitstellung muss durch den Arbeitgeber erfolgen. Für den Einsatz der richtigen Hautmittel ist eine Analyse der Hautbelastung am jeweiligen Arbeitsplatz notwendig. Daraus kann ein Konzept zum integrativen Hautschutz entwickelt werden, welches aus den 3 Säulen Hautschutz, Hautreinigung und Hautpflege besteht.

Informations- und Unterweisungspflicht zum Hautschutz

Das Arbeitsschutzgesetz verpflichtet den Arbeitgeber, die Arbeitnehmer regelmäßig über die arbeitsplatzbezogene Hautgefährdung und die getroffen Präventionsmaßnahmen Hautschutz und Desinfektion zu informieren. Die Unterweisung muss mindestens 1x jährlich erfolgen. 

Hand- und Hautschutzplan

Die aus der Gefährdungsanalyse und Unterweisung abgeleiteten Präventionsmaßnahmen werden für den jeweiligen Arbeitsplatz in einem Hand- und Hautschutzplan festgehalten und am betreffenden Waschplatz gut sichtbar ausgehangen.

Hautschutzmittel

Hautschutzmittel werden vor dem Kontakt mit hautirritierenden oder schädlichen Stoffen aufgetragen, sowie nach jeder Arbeitspause und insoweit empfohlen in bestimmten Intervallen. Sie sollen Irritationen durch Arbeitsstoffe verhindern, Schweißbildung und dadurch bedingte Hautquellung vorbeugen und die Hautreinigung erleichtern. Vor dem Auftragen sollten betreffende Körperstellen gereinigt und getrocknet werden. Hautschutzmittel sind keine Universalmittel, sie müssen auf die Erfordernisse der jeweiligen Tätigkeit abgestimmt werden. Bei der Anwendung ist darauf zu achten, dass sich das Hautschutzmittel nicht negativ auf die Tätigkeit auswirkt, in dem es beispielswiese die Griffigkeit beeinflusst oder gar das Eindringen von Schadstoffen in den Körper fördert.

Hautreinigungsmittel

Handwaschpasten, Seifen und andere Handreiniger dienen nicht nur zur Reinigung, sie eignen sich auch für den allgemeinen Infektionsschutz. Mittel zur Hautreinigung entfernen Verschmutzungen, aggressive Substanzen und arbeitsbedingte Rückstände. Die Hautreinigung sollte immer schonend und dennoch wirksam erfolgen. Dafür eignen sich an den jeweiligen Verschmutzungsgrad angepasste Produkte.

Die Unterscheidung erfolgt in leichte, mittlere, starke und extreme Verschmutzungen. Wählen Sie das Produkt immer passend nach der Art der Verschmutzung, um unnötige hautbelastende Reinigungsprozeduren zu vermeiden. Je länger und intensiver ein Reinigungsprodukt aufgebracht wird, umso geringer ist die Verträglichkeit.

Verwenden Sie keine aggressiven Reinigungsmittel, um Zeit bei der Hand- und Hautreinigung zu sparen. Verzichten Sie soweit möglich auf technische Reiniger, Bürsten oder Bimssteine. Auch die Anwendung von Handreinigern mit abrasiven Zusätzen sollte soweit möglich vermieden werden, um Hautirritationen zu vermeiden.

Beachten Sie bei der Auswahl stehts die arbeitsplatzbezogene Verschmutzungssituation.

Hautpflege

Nach hautbelastenden Tätigkeiten können Hautpflegeprodukte wie Creme oder Lotion die Regeneration der Hautbarriere fördern und unterstützen. Sie werden daher nach der Reinigung und nach der Arbeit aufgetragen. In der arbeitsfreien Zeit wird die Haut so mit Lipidkomponenten, Feuchtigkeit und feuchtigkeitsbindenden Substanzen versorgt. Hautpflegeprodukte sollen stets auf saubere und trockene Haut aufgetragen werden. Bei richtiger Anwendung können sie den Lipid- und Wassergehalt der Haut erhöhen, die Haut glätten und damit ein angenehmes Pflegegefühl vermitteln.

Desinfektionsmittel

Umfassende Hygienemaßnahmen in Unternehmen sind notwendig, um die Ausbreitung von Viren, Bakterien und anderen Krankheitserregern einzudämmen. Daher sollten in keinem Betrieb die passenden Desinfektionsmittel fehlen. Sie töten zielgerichtet Bakterien, Viren, Keime und andere Krankheitserreger. So können Infektionsrisiken und Ansteckungsgefahren minimiert werden.

Arten von Desinfektionsmitteln

Handdesinfektionsmittel

Mittel zur Hand- und Hautdesinfektion haben einen besonders hohen Stellenwert im Bereich des Infektionsschutzes, da sie Infektionsketten unterbrechen. Sie deaktivieren oder töten Viren, Bakterien und Keime an den Körperstellen, die im Arbeitsalltag häufig mit keimbelasteten Gegenständen oder Materialien in Berührung kommen. In kontaktintensiven Berufsfeldern besteht eine gesetzliche Pflicht für die Bereitstellung und Anwendung von Handdesinfektion. Handdesinfektionsmittel gibt es als Desinfektionsgel, als flüssige Handdesinfektion oder in Tuchform.

Wann sollte Handdesinfektion verwendet werden?

  • Nach dem Kontakt mit Viren, Bakterien oder Pilzen
  • Vor, während und nach der Arbeit im klinischen, pflegerischen und ärztlichen Bereich
  • Vor dem Kontakt mit Lebensmitteln
  • Nach dem Kontakt mit Blut oder andere Körperausscheidungen
  • nach dem Toilettengang
  • nach Reinigungsarbeiten

Handdesinfektion richtig anwenden

Um Krankheitserreger durch die Anwendung von Desinfektionsmitteln wirksam zu eliminieren, ist die gründliche Anwendung unter Beachtung der Herstellerangaben und der notwendigen Einwirkzeit notwendig.

Flächendesinfektionsmittel

Krankheitserreger können bis zu einem Monat auf Flächen und Gegenständen überleben und verursachen eine indirekte Keimübertragung auf Hände oder Schleimhaut. Daher finden Flächendesinfektionsmittel Anwendung auf Flächen, die häufig von Menschen benutzt oder berührt werden, zum Beispiel Türgriffe, Handläufe, Arbeitsflächen und Fußböden.

Mit einem zielgerichteten Einsatz von flüssiger Schnelldesinfektion für Flächen, gebrauchsfertigen Desinfektionstüchern oder Hygienesprays desinfizieren Sie betroffene Gegenstände und Flächen schnell und effizient. Vor allem im medizinischen Bereich und teilweise in gewerblichen Bereichen wie der Lebensmittelindustrie sind Flächendesinfektionen Pflichtbestandteil der Hygienevorschriften.

Bei der Anwendung von Flächendesinfektionsmitteln müssen unbedingt die Anwendungshinweise des Herstellers und die Einwirkzeit beachtet werden, um optimale Ergebnisse zu erzielen.

Wirkungsbereiche von Desinfektionsmitteln

Entsprechend der gewünschten Wirkung darf das angewendete Desinfektionsmittel nur spezifische Mikroorganismen töten. Daher finden sich Desinfektionsmittel für verschiedenen Einsatzbereiche.

Wirkungsbereich Zielorganismus
viruzid Unbehüllte und behüllte Viren
Begrenzt viruzid Behüllte Viren wie Influenza, Masern, Ebolaviren, Coronaviren, geben Bakterien und Viren mit einer Hülle
Begrenzt viruzid plus einige unbehüllte Viren wie Rota-, Adeno- oder Noroviren
Bakterizid Bakterien
Sporizid Sporen als Teile von Bakterien und Pilzen
Fungizid Pilze
Leuvurozid Gegen Pilze und Hefepilze

Das Wirkungsspektrum des jeweiligen Desinfektionsmittels ist in der Produktbeschreibung zu finden.

Spendersysteme

Um Seifen, Cremes, Lotionen und Desinfektionsmittel hygienisch und anwenderfreundlich bereit zu stellen, sollten sie in passenden Spendern angeboten werden. Produktbezogene Spendersysteme können einer überflüssigen Verschwendung der Hautmittel vorbeugen, indem beispielsweise die Dosiermenge entsprechend den Erfordernissen angepasst wird. Hilfreiche Füllstandanzeigen sorgen dafür, dass die Produkte rechtzeitig nachgefüllt werden und so immer rechtzeitig zur Verfügung stehen. Spender für Seifen, Waschpasten, Lotionen und Desinfektionen sollten angepasst an den Arbeitsablauf dort platziert werden, wo die Hautmittel direkt eingesetzt werden. Entsprechend Hinweisschilder erleichtern zusätzlich das Auffinden.

Häufig gestellte Fragen

Was versteht man unter Feuchtarbeit?

Unter Feuchtarbeit werden Tätigkeiten zusammengefasst, die hauptsächlich im feuchten Milieu ausgeführt werden, bei denen flüssigkeitsdichte Handschuhe getragen werden oder häufiges und intensives Händewaschen notwendig ist. Dadurch wird die Haut extrem belastet und zu Hautirritationen neigen, daher ist eine regelmäßige Hautpflege unerlässlich.

Was ist der Okklusionseffekt?

Dieser Effekt entsteht vor allem durch zu langes Tragen von flüssigkeits- und luftdichten Schutzhandschuhen. Dabei wird die Abgabe von Schweiß und Wärme blockiert, die Hornschicht quillt auf und die Durchlässigkeit für Schadstoffe wird erhöht.

Wie unterscheiden sich Desinfektion und Sterilisation?

Desinfektion reduziert oder inaktiviert Keime, eine Sterilisation erreicht hingegen eine komplette Keimfreiheit durch den Einsatz entsprechend aggressiver Mittel. Steril können Gegenstände wie Handschuhe oder Operationsinstrumente sein, eine Sterilisation der Haut ist nahezu unmöglich.

Wer ist VAH?

Der Verbund für angewandte Hygiene e. V. listet Desinfektionsmittel, die in Deutschland die Qualitätsanforderungen im Sinne der Hygieneverordnung der Bundesländer erfüllen. VAH-gelistete Produkte haben ein gültiges Zertifikat der Desinfektionsmittel-Kommission, welches ihre Wirksamkeit bestätigt.