Rohrleitungskennzeichnung

Im Bereich Rohrleitungskennzeichnungen finden Sie Rohrleitungsetiketten und -bänder nach den Normen DIN 2403 und 2404, sowie praxisbewährte Ausführungen. Außerdem im Sortiment sind Gravurschilder und Kennzeichnungsmarken zur Markierung von Rohren. Diese Kennzeichnung darf in keinem Unternehmen fehlen und dient zur schnellen Gefahrenerkennung und der besseren Übersichtlichkeit bei Wartungsarbeiten. Wir bei Brewes gehen auch gerne auf Ihre individuellen Gestaltungswünsche ein. Mehr…
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Beratung zu Rohrleitungskennzeichen

Unterschiedliche Arten von Rohrmarkierungen

Rohrmarkierungen werden entweder selbstklebend angebracht als Kennzeichnungsbänder oder Etiketten bzw. mit Hilfe von Schildersystemen.

  • Selbstklebende Einzelschilder in Pfeilform
    • Verschiedenen Farben und Aufdrucke je nach Durchflussstoff
    • Je nach Fließrichtung ist die überflüssige Pfeilspitze abtrennbar
    • Auch geeignet für wechselnde Durchflussrichtungen
  • Rohrleitungsbänder
    • Rundumkennzeichnung von Rohren
    • Durchflussrichtung mit Pfeilen markiert
    • Durchflussstoff und -richtung von allen Seiten erkennbar
  • Schildersysteme
    • Bestehen aus Schilderträgern und auswechselbaren Einlegeschildern
    • Montage mit Hilfe von Schilderträgern, Kabel- oder Schellenbänder

Bei Brewes bieten wir Rohrleitungskennzeichnung für die unterschiedlichsten Rohrdurchmesser an. Hier finden sie eine Übersicht der verschiedenen Maße für unserer Rohrleitungsetiketten je nach Norm:

Rohrdurchmesser in mm Maße der Rohrkennzeichnung in mm Norm
Ø 10 – 25 12 x 72 DIN 2403
Ø 25 - 40 26 x 157 DIN 2403
Ø 40 - 60 37 x 222 DIN 2403
Ø > 60 50 x 300 DIN 2403
Ø 10 – 25 12 x 60 DIN 2404
Ø 25 - 40 26 x 130 DIN 2404
Ø 40 - 60 37 x 185 DIN 2404
Ø > 60 51 x 255 DIN 2404

 

Bei den Rohrleitungsbändern setzen wir auf ein Einheitsmaß mit einer Breite von 110 mm und einer Länge von 33 m.

Umfangreiche Auswahl an Kennzeichnungsprodukten für Rohre und Rohrleitungen nach DIN 2403:

  • selbstklebende Rohrleitungsetiketten aus Vinylfolie mit beidseitiger Pfeilspitze
  • selbstklebende Rohrmarkierer aus Vinylfolie ohne Text zur Selbstbeschriftung
  • Rohrleitungskennzeichnungsbänder mit Durchflussbezeichnung und Fließrichtungspfeil mit und ohne Gefahrensymbol
  • temperaturbeständige Rohrleitungskennzeichnungsschilder aus Kunststoff oder Edelstahl
  • Schilderträger für Rohrleitungen aus Kunststoff, eloxiertem Aluminium oder Edelstahl
  • Einlegeschilder nach Ihren Angaben bedruckt
  • gravierte Rohrleitungsschilder aus Edelstahl oder Kunststoff
  • selbstklebende Pfeilschilder zur Rohrleitungskennzeichnung mit Wunschbeschriftung
  • Metallmarken, Kunststoffmarken fortlaufend nummeriert oder mit Wunschtext graviert

Häufige Fragen zu Rohrkennzeichen

Was muss beim Einsatz von Rohrmarkierungen beachtet werden?

Je nach Einsatzort und den damit verbundenen äußeren Einflüssen, die auf die Schilder der Rohrleitungskennzeichnung wirken, ist das richtige Material auszuwählen.
Folgende äußere Einflüsse können die Lesbarkeit und Langlebigkeit von Rohrmarkieren beeinflussen:
Temperatur

  • Abrieb
  • UV-Strahlen
  • Wetter
  • Schmutz
  • Chemikalien

Bei rauen Umgebungen, empfehlen wir von Brewes, robuste Metallschilder, da diese langfristig deutlich kosteneffizienter und sicherer im Vergleich zu Aufklebern sind. An manchen Stellen ist es ratsam, auf Hilfsmittel wie Schilderhalter und dazugehöriges Befestigungsmaterial zurückzugreifen, um ein schnelles und einfaches sowie dauerhaftes Markieren der Rohre gewährleisten zu können.

Warum Rohre richtig gekennzeichnet werden sollten

Nicht selten handelt es sich bei Durchflussstoffen auch um kritische Gefahrenstoffe. Es ist naheliegend, dass entsprechende Gefahren eindeutig und dauerhaft gekennzeichnet werden müssen. Die Markierung stellt sicher, dass im Havarie-Fall schnell und richtig gehandelt werden kann. Dies setzt allerdings ein ganzheitliches und einheitliches Kennzeichnungssystem voraus, das auch für weniger gefährliche Durchflussstoffe zur Anwendung kommt. Hier die wichtigsten Aspekte im Überblick:

  • Um im Schadensfall oder bei Reparaturen schnell zu erkennen, welche Rohrleitungen gesperrt sind oder wo Absperrbereiche eingerichtet werden müssen
  • Die Rohrleitungsbeschriftung sorgt für eine schnelle Gefahrenerkennung für Personal, Wartungsfirmen und Rettungskräfte.
  • Eine verbesserte Übersicht dient der Prozessoptimierung insgesamt, z.B. bei Wartungsarbeiten.

Eine falsche Markierung innerhalb der Anlage kann zu ernsthaften Personen- und Sachschäden führen.

Bereits während der Anschaffungsphase ist es wichtig, dass sich der Betreiber mit einer ordnungsgemäßen Kennzeichnung auseinandersetzt. Diese erfolgt entweder durch externe Sachverständige, beispielsweise Fachplaner des Anlagenherstellers, Arbeitsschutzbüros, Industrieservice-Anbieter oder durch interne Sicherheitsfachkräfte. In jedem Fall müssen die verantwortlichen Fachkräfte qualifiziert sein, da z.B. bauliche Bedingungen eine Rolle spielen, welche bei der Sicherheitskennzeichnung spezifisch zu beachten sind. Zusätzlich müssen die Verantwortlichen neben der Rohrmarkierung Flucht- und Rettungswege planen und ausschildern.

Normen, Regelungen und Vorschriften zu Rohrleitungskennzeichen

Beim Kennzeichnen von Rohrleitungen ist es wichtig, dass der Betreiber die aktuellen Vorschriften, Richtlinien und Normen in der Industrie- und Anlagenkennzeichnung einhält. Damit wird gewährleistet, dass Mitarbeiter und Rettungskräfte bei folgeschweren Unfällen richtig reagieren können.
In der Praxis sind insbesondere folgende Normen und Vorschriften relevant:

  • DIN 2403: Kennzeichnung von Rohrleitungen nach dem Durchflussstoff
  • DIN 2404: Kennfarben der Heizungsanlagen
  • DIN 2405: Rohrleitungen in Kälteanlagen und Kühleinrichtungen
  • TRGS 201 (Technische Regeln für Gefahrstoffe): Einstufung und Kennzeichnung von Gefahrenstoffen (Abschnitt 4.5.3. Stoffe und Gemische in Rohrleitungen)
  • DIN EN ISO 14726-1: Rohrleitungen auf Schiffen
  • LN 9105: Rohrleitungen in der Luft- und Raumfahrt
  • ASR A1.3: Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung
  • DIN 6779: Kennzeichnungssystematik für technische Produkte und technische Produktdokumentation in den Bereichen Chemieanlagen sowie Kraftwerke, Schiffe und Meerestechnik, Bauwerke und technische Gebäudeausrüstung.

Nicht erdverlegte Rohrleitungen – DIN 2403

Speziell bei nicht erdverlegten Rohrleitungen ist der Durchflussstoff nach DIN 2403:2014-06 zu kennzeichnen. Ausgeschlossen ist hierbei die Kennzeichnung von Rohrleitungen auf Schiffen in meerestechnischen Anlagen (DIN ISO 14726).
Die Kennzeichnung der Durchflussstoffe erfolgt durch Kennzahlen (Gruppen) und Farben, die in der DIN 2403 festgelegt sind. Zusätzlich wird der Durchflussstoff durch Wortangabe, Formel oder ein Kurzzeichen angegeben. Die Einteilung in die 10 Hauptgruppen erfolgt nach der Art bzw. den allgemeinen Eigenschaften des in der Rohrleitung beförderten Mediums. Jeder Hauptgruppe der Rohrkennzeichnung ist eine bestimmte Farbe zugeordnet:

Gruppe Durchflussstoff Gruppenfarbe

Schriftfarbe Zusatzfarbe
1 Wasser grün

Rohrleitungskennzeichen Wasser nach DIN 2403,

weiß -
2 Wasserdampf rot

Rohrleitungskennzeichen Dampf nach DIN 2403,

weiß -
3 Luft/Vakuum grau

Rohrleitungskennzeichen Luft nach DIN 2403,

schwarz² -
4 brennbare Gase gelb

 Rohrleitungskennzeichen Erdgas nach DIN 2403,

schwarz² rot³
5 nicht brennbare Gase gelb

Rohrleitungskennzeichen CO2 nach DIN 2403,

schwarz² schwarz²
6 Säuren orange

 Rohrleitungskennzeichen Säure nach DIN 2403,

schwarz² -
7 Laugen violett

Rohrleitungskennzeichen Lauge nach DIN 2403,

weiß -
8 brennbare Flüssigkeiten/Feststoffe braun

Rohrleitungskennzeichen Fett nach DIN 2403,

weiß rot³
9 nicht brennbare Flüssigkeiten/Feststoffe braun

 Rohrleitungskennzeichen Rohsole nach DIN 2403,

weiß schwarz²
0 Sauerstoff blau

Rohrleitungskennzeichen Sauerstoff nach DIN 2403,

weiß -

 

Die Norm DIN 2403 beschreibt im Allgemeinen wie Rohre beschriftet werden müssen. Rohre sind entsprechend der DIN 2403 in angemessenen Abständen an betriebswichtigen und gefahrenträchtigen Punkten deutlich sichtbar, dauerhaft und auf Basis der Gefährdungsbeurteilung des Unternehmens zu kennzeichnen. Hierbei handelt es sich um kritische Stellen wie z.B. Anfang, Ende, Abzweigungen, Ventile, Wanddurchführungen oder Armaturen. Dabei sind die örtlichen Bedingungen, insbesondere die jeweiligen Durchflussstoffe, zu berücksichtigen.

Die Anforderungen an die Norm 2403 basieren auf der vereinfachten Kennzeichnung nach TRGS 201. Die Kennzeichnung muss beinhalten:

  1. Die Gruppen- und Zusatzfarbe des Durchflussstoffes nach obiger Tabelle
  2. Die Durchflussrichtung muss mittels Pfeiles angegeben werden. Bei wechselnder Durchflussrichtung sind beide Richtungen mittels Pfeiles anzugeben. Durchflussrichtungen sind in der Schriftfarbe nach Tabelle 1 auszuführen.
  3. Die Angaben des Durchflussstoffes haben durch Wortangabe, chemische Formel, Kennzahl oder Kurzzeichen zu erfolgen. Die Angabe des Durchflussstoffes ist in der Schriftfarbe nach oben genannter Tabelle auszuführen. Bei Verwendung von Kennzahlen ist eine Erläuterung der Daten an den betriebswichtigen Punkten auszuhängen oder auszulegen.
  4. Wenn es sich bei den Durchflussstoffen um Gefahrenstoffe nach dem Chemikaliengesetz handelt, sind Gefahrenpiktogramme zu verwenden.

Zudem muss die Kennzeichnung durch Aufkleber, Anstriche oder Schilder deutlich erkennbar und dauerhaft lesbar sein. Bei der Kennzeichnung mittels Bänder sollte das Rohr vollständig umschlossen sein, die Enden überlappen und die jeweiligen Sicherheitshinweise sich mindestens viermal wiederholen. Die Größe der Kennzeichnung ergibt sich aus der erforderlichen Erkennungsweite:

  • Erkennungsweite = Schriftgröße h * Distanzfaktor Z (Z = 300 bei Schrift, Z = 40 bei Gefahrensymbolen)

Kennzeichnung von Heizungsanlagen (Kennfarben) - DIN 2404

Der Deutsche Normenausschuss hat bestimmte Farbgebungen für Heizungsrohrleitungen definiert. Die Kennfarben sind in der Norm abgebildet und müssen für die unterschiedlichen Heizungsrohre zur Kennzeichnung genutzt werden.

Bestimmungen und Vorschriften für Rohrleitungskennzeichnungen

Entsprechend VBG 1 §49 und DIN 2403 sind im Interesse der Sicherheit alle nicht erdverlegten Rohrleitungen nach ihren Durchflussstoffen zu kennzeichnen. Die DIN 2403 gibt vor:

  • Durchflussstoffe, die nach dem Chemikaliengesetz als Gefahrstoffe eingestuft werden, mit Gefahrensymbolen zu kennzeichnen
  • bei radioaktiven Durchflussstoffen zusätzlich ein Warnzeichen anzubringen

Eine eindeutige Kennzeichnung dient der sachgerechten Instandhaltung, einer wirksamen Brandbekämpfung und als Hinweis im Havariefall. Die Beschriftungsschilder für Rohre sollen außerdem auf Gefahren hinweisen, um Unfälle und gesundheitliche Schäden zu vermeiden. Durch die Farbkennzeichnung der Leitungen wird deutlich, mit welchen Gefahren zu rechnen ist.

Für eine optimale Planung von Erweiterungen der Rohrleitungen ist eine übersichtliche Kennzeichnung von Durchflussstoff und Durchflussrichtung hilfreich.
Die farbliche Kennzeichnung und Beschriftungen sollte in einem Abstand von maximal 10 m über die Rohrlänge und an betriebswichtigen und gefahrenträchtigen Punkten erfolgen:

  • am Anfang der Rohrleitung
  • am Ende der Rohrleitung
  • an Abzweigungen und Verteilern
  • an Armaturen, Ventilen und Wanddurchgängen

Darüber hinaus erleichtert eine entsprechende Kennzeichnung das Verfolgen der Rohrleitungen bei unübersichtlicher Leitungsführung. Deshalb ist es auch wichtig, dass immer die Durchflussrichtung des Mediums durch einen Fließrichtungspfeil angezeigt wird. Bei wechselnden Durchflussrichtungen werden Schilder mit beiderseitigen Fließrichtungsfeilen verwendet.

Rohrleitungskennzeichner für Gefahrstoffe

Die Gefahrstoffverordnung GefStoffV verlangt, dass Durchflussstoffe mit gefährlichen Eigenschaften zusätzlich mit dem entsprechenden Gefahrensymbol und Gefahrenbezeichnung versehen werden.

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